Grüße aus der Reichs- und Kaiserstadt Nürnberg, Leser! Ja, wir sind in den Herbstferien; aber keine Bange, dieses Wochenbriefing wird trotzdem kein reiner Reisebericht werden – es spielen auch allerlei Themen mit hinein, die auch sonst charakteristisch für die Reihe Utopie und Alltag sind. Seht selbst!
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| Ob diese Figur weniger bekifft aussähe, wenn sie ihre Nase noch hätte? |
Unser Leben sei ein Fest: Erstkommunionvorbereitung in den Schulferien
Am vergangenen Wochenende hatten wir Besuch im Haus, nämlich von einer Freundin unseres Tochterkindes mitsamt ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder. Diese Freundin war bis zu den Sommerferien auf dieselbe Schule gegangen wie unsere Große und ist auch mit der jüngeren Tochter unserer Hausgenossin gut befreundet; und da unsere Hausgenossin für ein paar Tage verreisen musste, hatte sie die Mutter dieser Freundin eingeladen, sich mit ihren Kindern solange bei ihr einzuquartieren und sich in dieser Zeit um ihre beiden Töchter und die Haustiere zu kümmern. Als wir nun am Sonntagmorgen zur Kirche losgehen wollten, entschied die Freundin, die zu Besuch war, spontan, sie wolle mitkommen – obwohl sie normalerweise nicht sonntags in die Kirche geht. Für mich wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass Evangelisierung durch Vorbild und Nachahmung auch schon unter Kindern gut funktionieren kann; ein anderes Beispiel dafür wäre, dass in der letzten Woche vor den Herbstferien diejenige Schulfreundin unserer Großen, die mit uns im Haus wohnt – also die jüngere Tochter unserer Hausgenossin – nach längerer Zeit mal wieder zum JAM mitkam. Aber bleiben wir mal beim vergangenen Sonntag: Der Gemeindereferent war aus dem Urlaub zurück und kümmerte sich darum, dass die anwesenden Erstkommunionkinder sich möglichst weit nach vorn setzten; und zelebriert wurde die Messe – endlich mal wieder – vom "örtlich zuständigen" Pfarrvikar, und der bestand darauf, dass alle anwesenden Erstkommunionkinder zusammen sitzen: "Sonst kann man keine Kinderkatechese machen, wenn es so auseinandergefächert ist." – Auf diese Weise zeigte sich, dass aus dem aktuellen Erstkommunionkurs nur sieben Kinder in der Messe waren – da wirkten sich offenbar die Schulferien aus. Als der Zelebrant jedoch erklärte, es dürften ruhig auch andere Kinder mit nach vorne kommen, setzte sich die Freundin unserer Großen kurzerhand dazu – und beteiligte sich in der Folge auch aktiv, d.h. sie beantwortete im Kinderkatechese-Teil der Predigt ein paar Fragen und kam zum Vaterunser gemeinsam mit den Erstkommunionkindern an den Altar. Hinterher verriet sie mir, sie habe den Gottesdienst "cool" gefunden.
Das Evangelium vom Tag war Matthäus 22,15-21, die Frage nach der kaiserlichen Steuer; der Pfarrvikar gestaltete die erste Hälfte seiner Predigt zu einem Gespräch mit den Erstkommunionkindern, und ich war ausgesprochen angetan davon, wie er den Bezug zum Sakrament der Eucharistie herstellte, indem er die Kinder eine 1-Euro-Münze mit einer in Größe und Form durchaus ähnlichen Hostie vergleichen ließ. Die eine Münze, so erläuterte er, braucht man, um Dinge zu kaufen; die andere bekommt man und wird dadurch verwandelt. Hiervon ausgehend erschloss er den Kindern eine bis auf die Kirchenväter zurückgehende Auslegungstradition zur Perikope von der Steuermünze: Ebenso wie die Münze, die dem Kaiser gehört, das Antlitz des Kaisers trägt, soll der Christ das Antlitz Christi tragen und diese "Währung" durch sein Leben "in Umlauf bringen".
Man sieht, der Pfarrvikar scheute sich nicht, den Kindern einen gewissen theologischen Anspruch zuzumuten, und ich fand, er mache das sehr gut. Übrigens war dies seit dem Vorstellungsgottesdienst der Erstkommunionkinder vier Wochen zuvor die erste Sonntagsmesse an diesem Ort, in der die Erstkommunionkinder vom jeweiligen Zelebranten gezielt angesprochen und aktiv einbezogen wurden. "Es wird ein großes Fest am Ende, aber jeden Sonntag feiern wir schon ein Stück von diesem Fest", erklärte der Pfarrvikar den Kindern. Ein bisschen schade ist es natürlich, dass gerade diesmal so viele Erstkommunionkinder nicht da waren; aber was will man machen.
Bis zum nächsten Erstkommunion-Kurstreffen sind es derweil immer noch drei Wochen, aber die Vorbereitungen laufen; wie neulich schon mal angekündigt, soll es bei diesem Kurstreffen um biblische Grundlagen der Messe gehen, und der aktuelle Planungsstand sieht vor, zu diesem Thema einerseits den Zusammenhang zwischen dem Pessach und dem Letzten Abendmahl (Stichwort: Christus als das wahre Opferlamm) herauszuarbeiten und andererseits aufzuzeigen, wie viele Formulierungen in den liturgischen Texten der Messe geradewegs aus der Bibel entnommen sind (und was da jeweils der biblische Kontext ist). Die Frage der methodischen Ausgestaltung wird indes noch Arbeit erfordern. – Gleichzeitig muss ich gestehen, dass sich in der ersten Ferienhälfte noch keine gute Gelegenheit ergeben hat, die Erstkommunionvorbereitung mit dem eigenen Kind zu vertiefen. Aber vielleicht bietet die zweite Ferienhälfte dafür bessere Voraussetzungen, immerhin sind wir da in einem Kloster... (Genaueres dazu später.)
Wessen Bild trägt diese Münze? Predigtnotizen zum 29. Sonntag im Jahreskreis
Zum Evangelium vom Sonntag gibt es allerdings auch über das hinaus, was der Siemensstädter Pfarrvikar im Gespräch mit den Erstkommunionkindern dazu gesagt hat, noch Verschiedenes anzumerken. Man kann der geradezu sprichwörtlich gewordenen Antwort Jesu auf die Frage nach der kaiserlichen Steuer – "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist" – ja durchaus unterschiedliche Aspekte abgewinnen; der Pfarrer von St. Klara Reinickendorf-Süd zum Beispiel nahm dieses Evangelium zum Anlass, in seiner Predigt in der Vorabendmesse in St. Joseph Tegel über die Kirchensteuer zu sprechen. Ich war nicht dabei, aber er hat das in seiner Ansprache bei der anschließenden Gemeindeversammlung erwähnt. Sieht ihm ähnlich, finde ich; und man kann sich auch ganz gut vorstellen, was er dazu zu sagen gehabt hat. – In der Reihe "Langweilig predigen für Anfänger" (bzw. "Impuls von Nils") auf dem Instagram-Auftritt der Pfarrei St. Klara ging es derweil um die Frage, ob "Kirche bzw. Religion und Staat zwei völlig voneinander getrennte Bereiche seien":
"Viel wird also darüber geredet, ob Kirche politisch sein soll, ja sogar, ob sie politisch sein darf. Einige wünschen sich eine unpolitische Kirche, die stumm bleibt. Ich sage: Kirche muss politisch sein. Sie kann gar nicht anders –"
– was in Wirklichkeit natürlich bedeutet: Ich, Mag. theol. Nils T., kann gar nicht anders, weil ich buchstäblich nicht weiß, worüber ich sonst reden sollte. Gähn.
Währenddessen fand in Bad Gögging bei Regensburg die 10. GiG-Konferenz statt, zum Thema "St. Franziskus und die Charismen"; am Rande dieser Konferenz nahm Pater Paulus von den Franziskanern der Erneuerung einen Impuls zum Sonntagsevangelium auf, den man sich auf YouTube anschauen kann und der die Überschrift "Das bisschen Geld" trägt. Ein Aspekt, der bei Pater Paulus deutlicher zum Ausdruck kam als bei den anderen hier angeführten Auslegern, war der, dass es bei der Frage nach der kaiserlichen Steuer letztlich um die Frage nach der Kollaboration mit einem als feindlich wahrgenommenen Staat geht: Die Pharisäer und Schriftgelehrten, die Jesus diese Frage stellen, wollen Ihm damit eine Falle stellen, sie hoffen, Ihm einen Aufruf zur Steuerverweigerung entlocken zu können. Pater Paulus argumentiert nun, die Antwort Jesu zeige, dass der Staat durchaus verlangen darf, dass man ihm "ein bisschen Geld" abgibt – "auch wenn's weh tut" –, "aber nicht die Seele. Nicht unsere Werte, nicht unseren Glauben. Und das ist sehr wichtig, diesen Unterschied zu machen: dass wir eben an unseren Werten, an unserem Glauben festhalten, obwohl der Staat vielleicht andere Wege geht." Dass Christen eine kritische Distanz zum Staat und den von ihm propagierten Wertvorstellungen halten sollten, zeige nicht nur die Geschichte – etwa die des Nationalsozialismus oder auch der DDR –, sondern das gelte genauso auch heutzutage. Letzteres würde Mancher bestimmt als übertrieben und alarmistisch bezeichnen, aber deutlich wird doch zumindest – so würde ich jedenfalls behaupten –, dass es arg weit hergeholt ist, aus diesem Evangelium ein Plädoyer für ein herzliches Einvernehmen zwischen Kirche und Staat ableiten zu wollen.
Am überzeugendsten fand ich dann aber doch die Predigt des Siemensstädter Pfarrvikars, einschließlich der zweiten Hälfte, die sich an die Erwachsenen richtete. Darin setzte er – wiederum einer altkirchlichen Auslegungstradition folgend – die Frage Jesu, wessen Abbild die Steuermünze trage, zu der Aussage des Schöpfungsberichts in Beziehung, Gott habe den Menschen als Sein Abbild geschaffen – was nicht bedeutet, dass der Mensch aussieht wie Gott, sondern dass "Gott in uns wohnt". Und dieses Wohnen Gottes in uns verwirkliche sich in seiner ganzen Fülle in der Eucharistie: "Eucharistie bedeutet jeden Sonntag Neuanfang mit dem Herrn. Jeden Sonntag prägt Gott Sein Bild durch das Wort in unsere Seele ein und durch das Sakrament ist Er dreidimensional in uns da. Er möchte in uns wohnen."
Übrigens enthielt diese Predigt auch zur Frage nach dem Verhältnis zwischen Glaube und Politik einen Fingerzeig, nämlich mit Bezug auf die 1. Lesung (Jesaja 45,1.4-6): "Gott bewegt die ganze Weltgeschichte mit dem Perserkönig Kyros, um Israel zu befreien und ihm wieder ein Zuhause zu geben." Dass Kyros, der, wie Jesaja betont, Gott nicht kennt, dennoch von Ihm zum Vollstrecker Seines Heilsplans für das Volk Israel bestimmt wird, zeige, dass auf der "Ebene der Weltgeschichte" zwar Politik und Machtinteressen regieren, dass aber im Hintergrund doch Gott Seinen eigenen Plan verfolgt, um Gutes für die Seinen zu wirken.
Zur namentlichen Erwähnung des Perserkönigs Kyros im Buch Jesaja muss ich aber auch noch etwas anmerken, und zwar etwas, das den Exegese-Anteil meines Studiums betrifft. Schon während meiner Einführungswoche in Paderborn hatte ein Dozent – noch dazu einer, in dessen Fachgebiet das gar nicht fällt – in der Absicht, zu verdeutlichen, wie wissenschaftliches Arbeiten in der Theologie funktioniere, kundgetan, man möge ja nicht glauben, das Buch Jesaja sei zur Gänze tatsächlich vom Propheten Jesaja verfasst. Der betreffende Dozent war mir ansonsten durchaus sympathisch, aber dass er die Einteilung des Buches Jesaja in mindestens drei unter ganz unterschiedlichen historischen Bedingungen entstandene Teile nicht nur als herrschende Meinung der exegetischen Forschung, sondern geradezu als feststehende Tatsache präsentierte, fand ich dann doch ärgerlich genug, um auf dem Heimweg Google nach Argumenten für die Auffassung zu befragen, das Buch Jesaja sei sehr wohl zur Gänze vom Propheten Jesaja verfasst. Spoiler: Es gibt sehr wohl Argumente dafür, und sie erscheinen mir durchaus diskussionswürdig. – Nun ist allerdings gerade die zweimalige namentliche Erwähnung des Perserkönigs Kyros im Buch Jesaja aus Sicht der historisch-kritischen Exegese geradezu "Beweisstück A" für die These, die betreffenden Teile des Buches könnten nicht von dem Propheten Jesaja verfasst sein, der rund zwei Jahrhunderte früher als Kyros gelebt habe. Der besonders von evangelikaler Seite vorgebrachte Einwand gegen diese Argumentation lautet, damit gäben die historisch-kritischen Exegeten ja geradewegs zu, dass sie nicht daran glauben, dass Gott Seinen Propheten zukünftige Ereignisse offenbaren könne. – Was mich betrifft, so muss ich gestehen, dass mir die Vorstellung, Gott habe Jesaja zwei Jahrhunderte im Voraus den Namen des Königs offenbart, der das Volk Israel aus der Babylonischen Gefangenschaft befreien werde, vom Bauchgefühl her durchaus gewisse Schwierigkeiten bereitet. Aber wäre es nicht denkbar, dass es sich zwar um eine echte Prophezeiung handelt, der Name Kyros aber nachträglich eingefügt wurde, um ex eventu auf die Erfüllung der Prophezeiung hinzuweisen? Ich habe sowohl Google als auch den neulich schon mal erwähnten, von einem Mitbegründer der The Rock-Gemeinde programmierten Bibel-Chatbot danach befragt, und ja, diese These wird von "moderat konservativen" Theologen durchaus vertreten. Ist natürlich eine Minderheitenmeinung, aber immerhin.
Urlaub im Zeichen der Burg
Am Dienstag nach dem Frühstück brachen wir ohne Hast zum Bahnhof Gesundbrunnen auf, von wo aus wir in einem Rutsch, ohne Umsteigen und in nur drei Stunden nach Nürnberg fuhren. Ich glaube, eine so unkomplizierte Fahrt in den Urlaub hatten wir überhaupt noch nie. Vom Bahnhof bis zu unserem Hotel hatten wir es dann auch nicht mehr weit, zudem lag (bzw. liegt) das Hotel praktisch am Rande der Altstadt – in der Marienvorstadt, um genau zu sein; wenn das mal kein Zeichen ist!
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| Und die Heiligen Drei Könige waren auch schon mal da. Muss also wohl gut sein. |
Wie sich zeigte, fiel unser Aufenthalt just mit den "Nürnberger Fischtagen" zusammen, einer Art Jahrmarkt, der allerdings abgesehen von einem Karussell und einem Bungee-Trampolin fast ausschließlich Fressbuden zu bieten hatte. Da gingen wir direkt am Dienstagabend hin, ich war allerdings weder von dem Speisenangebot besonders angetan noch von dem ältlichen Alleinunterhalter, der zu Keyboardbegleitung und Drum Machine Schlager und Oldies darbot. – Am Mittwoch war trübes und regnerisches Wetter, was wir zum Anlass nahmen, nach dem Frühstück erst einmal ins Museum der Deutschen Bahn zu gehen. Wir Eltern hatten eigentlich gedacht, dass insbesondere unser Jüngster es dort sehr interessant finden würde, aber tatsächlich verlor er schon nach rund einer Stunde das Interesse und war insgesamt in ziemlich motziger Stimmung, sodass ich mich schließlich bereit erklärte, mit ihm zum Hotel zurückzugehen (allerdings mit einem Abstecher durch die Altstadt), während die Damen der Familie noch im Museum blieben. Am Nachmittag machte ich mir dann mal einen "Spa-Tag" im Hotel – und hatte das Schwimmbad und die Sauna tatsächlich gut zwei Stunden lang für mich allein. So viel Glück hatte ich am nächsten Tag, als ich gleich früh morgens ins Schwimmbad wollte (die Sauna war ohnehin erst ab dem frühen Nachmittag geöffnet), leider nicht, und auch an den folgenden Tagen nicht mehr.
An historischem Sightseeing in der alten Reichsstadt hatten die Kinder, vielleicht verständlicherweise, tendenziell weniger Interesse als ich; daher schaute ich mir einige Sehenswürdigkeiten der Stadt allein an, so zum Beispiel die gotische Basilika St. Lorenz – die wahrscheinlich schönste Kirche der Stadt: Sie ist zwar, wie die meisten historischen Kirchengebäude Nürnbergs, seit 1525 eine evangelische Kirche, aber man sieht es ihr nicht an, was sehr wesentlich der Tatsache zu verdanken ist, dass die Nürnberger Patrizier der Reformationszeit sich der Zerstörung der von ihren Vorfahren gestifteten Kunstwerke widersetzten.
Die andere der beiden evangelischen Hauptkirchen Nürnbergs, St. Sebald in der nördlichen Altstadt – ebenfalls eine gotische Basilika – verlangte für die Besichtigung fünf Euro Eintritt, kostenlos betreten durfte man sie ausdrücklich nur zum Gebet; ich honorierte diese Regel, indem ich in der Kirche betete, aber keine Fotos von der Innenausstattung machte. Die Kirche ist aber auch von außen sehr sehenswert:
Derweil ließen sich die Kinder am Freitag (also gestern) immerhin zu einem Ausflug zur Burg überreden. Ich war zwar gesundheitlich etwas angeschlagen, es war kühl und der Aufstieg zum Burgberg durchaus anstrengend, aber Urlaub in Nürnberg zu machen und nicht die Burg zu besuchen, geht ja nun wohl gar nicht.
Glücklicherweise fanden die Kinder es auf der Burg toll – nachdem der Jüngste, unmittelbar bevor wir los wollten, wieder einen seiner berüchtigten Bockigkeitsanfälle hatte und meinte, er hätte keine Lust. Da stand natürlich die Gefahr im Raum, dass er sich, ähnlich wie beim Eisenbahnmuseum, aus purer Übellaunigkeit ein potentiell tolles Erlebnis verderben könnte. Aber als wir dann erst mal da waren, war von "keine Lust" nichts mehr zu merken – besonders als wir im Burgmuseum zu den Ritterrüstungen und Waffen kamen: Da wollte der Knabe buchstäblich von jedem Helm und jedem Schwert wissen, wie die heißen.
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| Es gab sogar einen Helm für ein Pferd. |
Schön war auch die Kaiserkapelle – bei deren Betreten unser Jüngster den brillanten Kommentar abgab: "Hier haben die immer gebetet."
Den Sinwellturm, ein Wahrzeichen der Stadt, bestiegen das Tochterkind und ich allein. 113 Stufen, aber für den Ausblick von dort oben über die Stadt lohnte sich die Mühe.
Heute fuhren Frau und Kinder in den Zoo, aber da kam ich nicht mit, sondern zog es vor, mir einen weiteren Sightseeing- und Spa-Tag zu machen und natürlich dieses Wochenbriefing fertigzustellen – was mir knapp genug bis zur üblichen Veröffentlichungszeit gelungen ist. Festzuhalten ist jedenfalls, dass dies, so Gott will, nicht unser letzter Besuch in Nürnberg gewesen sein soll; es ist eine tolle Stadt, und es gibt hier zweifellos noch viel zu entdecken, wofür wir diesmal nicht genug Zeit und/oder Geld hatten...
Powergirl, schon halb erwachsen
Am Donnerstag, also vorgestern, hatte mein Tochterkind Geburtstag. Neun Jahre alt ist sie geworden, was bedeutet, dass sie – so unglaublich mir das auch scheint – die Hälfte der Zeit bis zur Volljährigkeit schon hinter sich hat. Schon seit einiger Zeit hatte ich mich – im Sinne der Maxime "Kümmere dich um die Sexualerziehung deines Kindes, ehe es die Falschen tun" – mit dem Gedanken getragen, der 9. Geburtstag könnte ein geeigneter Anlass sein, dem Tochterkind einen christlichen Pubertätsratgeber für Mädchen zu schenken; und ich erinnerte mich, dass in dem Buch "Empower – Mit Glaube und Leichtigkeit durch das Abenteuer Erziehung", das ich letztes Jahr zum Abschluss des Elternglaubenskurses in der Gemeinde auf dem Weg geschenkt bekommen hatte, mindestens ein solches Buch in den Literaturhinweisen genannt worden war. Das "Empower"-Buch hatte ich allerdings im Zuge des Umzugs verkramt, und der Versuch, ohne die Hilfe von Pastor Teichens Literaturtipps ein geeignetes Buch für meine Tochter zu finden, war eher so mittel-erfolgreich: "Das christliche Pubertätsbuch für Mädchen von 8-12 Jahren" von Eliana Monica wirkte schon rein vom Coverdesign her ein bisschen zu bieder auf mich, wohingegen "Der coole Vorpubertäts-Reiseführer für Mädchen von 9-12 Jahren" von Maria Wünsche zwar im Großen und Ganzen recht vielversprechend aussah, aber aus dem, was ich über dieses Buch in Erfahrung bringen konnte, war nicht recht ersichtlich, ob es nicht eher zufällig oder irrtümlich in die Ergebnisse zur Suchabfrage "christliche Pubertätsratgeber für Mädchen" hineingeraten war. Schließlich, kurz vor der Abreise nach Nürnberg, fand ich Teichens "Empower" doch wieder, fand darin den Hinweis auf das Buch "Wir Powergirls – Das schlaue Mädchenbuch" von Regula Lehmann und Pascal Gläser und sagte mir daraufhin, es dürfte ja wohl möglich sein, in Nürnberg eine Buchhandlung ausfindig zu machen, die dieses Buch im Sortiment hat oder zumindest innerhalb weniger Tage bestellen kann.
Bei meinem ersten Altstadtbummel am Dienstagnachmittag – während Frau und Kinder das hoteleigene Schwimmbad testeten – hätte ich dann aber fast nicht mehr daran gedacht; wie es sich fügte, kam ich jedoch an der Buchhandlung der Paulusschwestern am Jakobsplatz vorbei, die mir vor allem deshalb ins Auge fiel, weil da ein ungefähr lebensgroßer Pappaufsteller von Papst Leo vor der Tür stand.
Da ging ich natürlich hinein – und stellte fest, dass der Laden tatsächlich ziemlich gut sortiert war, gerade auch im Kinder- und Jugendbuchbereich. Dass das Buch, das ich suchte, einfach so im Regal stehen würde, erwartete ich dennoch nicht und war auch nicht der Fall, aber insgesamt machte der Laden einen hinreichend positiven Eindruck auf mich, um das Buch dort zu bestellen, statt zu einem evangelikalen Buchladen zu gehen (den es in der Nürnberger Altstadt durchaus auch gibt). Und tatsächlich war es schon am nächsten Tag da. Bei Gelegenheit des Kaufes durfte ich mir zudem einen Bibelvers aus einem Körbchen ziehen:
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| "Erbarmen, Friede und Liebe seien mit euch in Fülle!" (Judas V. 2). – Rechts im Bild ein Weihebildchen des Bamberger Erzbischofs Herwig Gössl. |
Was nun das Buch selbst angeht, heißt es in der Verlagswerbung, es biete "[g]anzheitliche Aufklärung" in "fröhlichem Ernst", ohne "Gender-Gaga" oder "Barbie-Kult" – "[d]amit aus tollen Mädchen echt starke und beziehungsfähige Frauen werden!". Das Inhaltsverzeichnis verheißt thematische Abschnitte wie "Best Friends: Echt gute Beziehungen aufbauen", "Lästern, Meckern, Mobbing und mehr", "Schmetterlinge, Herzschmerz und Co." und "Verliebtheit, Liebe und Sexualität", aber auch "Total wertvoll– pass auf dich auf!" und "Bester Papa: Mit Gott auf Du!". Gleich im Einleitungskapitel, unter der Überschrift "Schön, dass es Dich gibt", liest man:
"Dein Leben ist ein Geschenk – für dich und für andere. Alles beginnt damit, dass du das kapierst. Es ist kein Zufall, dass du da bist, sondern Teil eines Plans, den der große Schöpfergott schmiedet. Noch bevor deine Eltern wussten, dass es dich gibt, hat er sich über dich gefreut. Er hat dich liebevoll ausgedacht. Wundervoll geschaffen. Als etwas ganz Besonderes. Gut gemacht und perfekt ausgestattet mit allem, was du im Leben brauchen wirst.
Versuche deshalb niemals, andere zu kopieren. Vergleiche dich nicht mit anderen Mädchen und probiere nicht, etwas zu sein, das gar nicht zu dir passt. Das hast Du nicht nötig! Es gibt einen Platz, den nur Du ausfüllen kannst. Die Welt braucht DICH, und zwar genau so, wie du bist!"
Darüber, wie das Buch bei meiner Tochter ankommt, lässt sich noch nicht viel sagen, da sie vor lauter Action im Urlaub noch nicht die Muße gefunden hat, sich näher damit zu befassen (ihr Geburtstag war ja auch erst vorgestern). Ich hingegen habe schon ein bisschen in dem Buch kreuz- und quergelesen, und auf mich macht es einen sehr guten Eindruck; eine ausführliche Rezension folgt zu gegebener Zeit, vielleicht sogar auf der Familienseite der Tagespost. Wir werden sehen!
Dass unsere Neunjährige trotz nahender Vorpubertät immer noch ein richtiges Kind ist, dokumentierte sie u.a. dadurch, dass sie an ihrem Geburtstag in den Playmobil Fun Park wollte – was durchaus auch im Interesse des kleinen Bruders lag; hingewollt hätten wir also in jedem Fall, und dafür den Geburtstag unserer Großen zu wählen, hatte den zusätzlichen Vorteil, dass Geburtstagskinder (bis 16 Jahre) dort freien Eintritt haben.
Der Playmobil Fun Park hat von 9 bis 18 Uhr geöffnet, und wir nutzten diese Zeit tatsächlich komplett aus – und trotzdem stellten die Kinder hinterher fest, dass sie längst noch nicht alles gesehen hatten und dass wir folglich irgendwann nochmal hierherkommen müssen. Da ist es natürlich eine interessante Frage, ob unsere Große sich noch dafür interessieren wird, wenn sie zehn ist...
Jakobspilger ist man fürs ganze Leben
Auch etwas, was ich auf meinen Altstadtspaziergängen herausfand, war, dass Nürnberg am seit den 1990er Jahren wiederbelebten, zuvor weitgehend in Vergessenheit geratenen Fränkischen Jakobsweg liegt. Ob die Tatsache, dass es in Nürnberg eine Kirche St. Jakob gibt, in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Jakobspilger-Tradition steht, habe ich nicht verlässlich herausfinden können – die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde in der Reformationszeit evangelisch, obwohl das Gebäude selbst noch bis zur Säkularisierung (mit einer Unterbrechung im 30jährigen Krieg) im Besitz des katholischen Deutschen Ordens verblieb –, aber jedenfalls beherbergt diese Kirche ein Pilgerzentrum, "das erste und einzige seiner Art in ganz Bayern!", wie die Website stolz betont.
An diesem Wochenende fand in und um die Jakobskirche ein "Pilgerforum" statt, dessen Veranstaltungen skurrilerweise sogar im Programm der weiter oben schon erwähnten "Nürnberger Fischtage" aufgeführt wurden. Dass wir dem Pilgerbüro gestern einen Besuch abstatteten, hatte allerdings einen anderen Grund. Wie bereits angedeutet, sollte Nürnberg ja nur die erste Etappe unseres Herbsturlaubs sein, von hier aus wollten (und wollen) wir weiterreisen in ein Kloster im Schwarzwald, zu Familieneinkehrtagen. Für unseren Hotelaufenthalt in Nürnberg hatte meine Liebste auf einer einschlägigen Hotelsuche-Website ein besonders günstiges Angebot für fünf Übernachtungen gefunden, dabei aber nicht bedacht, dass wir eigentlich sechs Übernachtungen benötigten. Noch eine weitere Nacht im selben Hotel hätten wir so günstig nicht bekommen, also hatten wir die Frage, wo wir von Sonntag auf Montag übernachten sollten, erst einmal offen gelassen; irgendwie würde sich da schon eine Lösung finden, sagten wir uns. Dann kam jedoch als weiteres Problem hinzu, dass unser Budget für den Urlaub schneller als erwartet zur Neige ging; der Umzug – den wir noch nicht geplant oder vorausgesehen hatten, als wir diesen Urlaub buchten – hat halt einiges an Ressourcen verschlungen. Kurz gesagt, ein Familien-Hotelzimmer für eine weitere Nacht konnten wir uns eigentlich gar nicht leisten. Da brachte uns der Umstand, dass es in Nürnberg ein Pilgerzentrum gibt, auf den Gedanken, als gestandene Jakobsweg-Veteranen könnten wir vielleicht dort Hilfe bekommen.
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| Ob der Playmobil-Jakobspilger wohl eine Spezialanfertigung ist? |
Der ältere Herr hinter dem Tresen war sehr freundlich und schenkte unseren Kindern Mini-Jakobsmuscheln; nachdem wir ihm unser Problem geschildert hatten, erklärte er, er wolle erst mal schauen, ob der Pfarrer im Haus sei, der könne uns vielleicht weiterhelfen. Da der Pfarrer jedoch nicht da war, rief der Pilgerzentrum-Mitarbeiter ihn an; und der Pfarrer hatte dann auch tatsächlich eine Idee für eine Lösung: Die Pilgerherberge in Schwabach könnte eventuell Platz für uns haben, und wir könnten uns dort auf seine Fürsprache berufen. Der freundliche Herr vom Pilgerzentrum rief daraufhin auch noch für uns bei der Herberge in Schwabach an, und schließlich erhielten wir die Zusage, dass wir von Sonntag auf Montag dort übernachten können. Ich würde sagen, das ist einmal mehr ein schönes Beispiel dafür, dass Gott die Seinen nicht im Stich lässt – gleichzeitig aber natürlich auch ein Anlass, allen Beteiligten ein herzliches "Vergelt's Gott!" für ihre Hilfsbereitschaft zu sagen!
Geistlicher Impuls der Woche
"Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir!" (Mt 16, 24) Hart und schwer scheint, was der Herr befiehlt: Wer Ihm folgen will, soll sich selbst verleugnen. Aber es ist nicht schwer und hart, was Er befiehlt; denn Er selbst hilft uns, dass wir es vollbringen. Wahr bleibt das Wort des Herrn: "Mein Joch ist mild, und meine Bürde ist leicht" (Mt 11, 30). Was am Gebot schwer ist, das macht die Liebe leicht. – Was heißt: "Er nehme sein Kreuz auf sich"? Er trage, was Last ist, und so folge er mir. Wenn er anfängt, meinem Leben und meinen Geboten nachzuleben, werden ihm viele widersprechen, werden ihn viele hindern und viele ihm davon abraten, und das von seiten der Begleiter Christi. Die den Blinden am Schreien hindern, waren Begleiter Christi (vgl. Lk 18, 39). Wenn du folgen willst, dann sieh in den Drohungen, Schmeicheleien oder anderen Dingen Hindernisse für das Kreuz; nimm es auf dich, trag es und unterliege nicht! – In der Kirche, die Christus ganz nachfolgt, sagt Christus ganz allgemein: "Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst!" Das bedeutet nicht: Die Jungfrauen sollen es hören, die Verheirateten nicht, die Witwen sollen es hören, die in der Ehe nicht, die Mönche sollen es hören, die Ehemänner nicht, die Kleriker sollen es hören, die Laien nicht. Vielmehr die ganze Kirche, der gesamte Leib, alle Glieder, je nach ihren Aufgaben, sie alle sollen Christus nachfolgen.
(Augustinus, Sermo 96)
Ohrwurm der Woche
Bananarama: Robert de Niro's Waiting
Am Mittwochabend waren wir in einer Pizzeria in der Nähe unseres Hotels; die Pizza war gut und günstig, aber im Hintergrund lief – vielleicht als Ausgleich dafür, dass die Betreiber offensichtlich keine Italiener, sondern wohl eher Türken oder Araber waren – die klischeehafteste italienische Schlagermucke lief, die man sich vorstellen kann. Ich musste da direkt an meinen alten Freund Robert denken, der zu sagen pflegte: "Italienische Popmusik? Kann ich mir nicht anhören. Da denke ich immer, ich müsste gleich 'ne Pizza bestellen." Er meinte damit allerdings eher seinerzeit aktuelle Interpreten wie Eros Ramazzotti, Zucchero oder Nek, und die liefen hier nicht – die wären für diese Pizzeria wohl schon zu rockig gewesen. Stattdessen: "Azzurro" von Adriano Celentano, "L'Italiano" von Toto Cotugno, "Ti amo" von Umberto Tozzi, "Felicità" und "Sharazan" von Al Bano & Romina Power... kurz gesagt, wenn man bei Google "Italienische Schlager, die typischerweise in deutschen Pizzerien laufen" in die Suchleiste eingibt, bekommt man so ziemlich die ganze Playlist. Das Problem bei diesen Songs ist nun, dass viele von ihnen tatsächlich unbestreitbare Ohrwurmqualitäten haben. Dagegen hilft in der Regel nur, sich vorsätzlich einen anderen Ohrwurm zuzufügen – und mir fiel zu diesem Zweck auf assoziativem Wege "Robert de Niro's Waiting" von Bananarama ein (wegen "Talking Italian").
Praktisch jedesmal, wenn ich dieses Lied längere Zeit nicht gehört habe und es dann mal wieder höre, wundere ich mich darüber, wie billig produziert es klingt. Aber ich glaube, das ist Absicht – das gehörte zum Image von Bananarama. Ein bisschen wie bei den Lassie Singers vielleicht, wenn auch in einem ganz anderen Musikstil. Was man mal wieder zum Anlass nehmen könnte, darüber zu philosophieren, was für ein vielgestaltiges Phänomen Post-Punk ist (oder war).
Jedenfalls ist es ein würdiger Ohrwurm der Woche. Ich habe mir die Nummer heute über Kopfhörer angehört, während ich durch die Fußgängerzone in der Nürnberger Altstadt spazierte, und dieser Soundtrack verlieh dem Gewimmel der Menschen um mich herum eine gewisse surreale Qualität. Besonders als ich an einer Kundgebung von Hare-Krishna-Jüngern vorbeikam. Gestern erst hatte ich an fast derselben Stelle, zusammen mit meiner Familie, eine estnische Metal-Band getroffen, die ihre CDs zu verkaufen versuchte – und später festgestellt, dass es im Internet heiße Diskussionen über diese Band und ihr Vertriebskonzept gibt, einschließlich sonderbarer Mutmaßungen, dass das gar keine richtige Band sei und dass da irgendeine Betrugsmasche dahinterstecken müsse. Aber das ist eine andere Geschichte und soll (vielleicht) ein Andermal erzählt werden...
Vorschau/Ausblick
Bis einschließlich morgen sind wir noch in Nürnberg, woraus es sich unter anderem ergibt, dass wir mal gucken müssen, wo wir am morgigen 30. Sonntag im Jahreskreis in die Messe gehen werden (und wie das dann wird); in die Citykirche St. Klara gehen wir jedenfalls nicht, der sieht man praktisch auf den ersten Blick (ins Innere) an, dass sie sich in Feindeshand befindet. Am liebsten würde ich ja in die Frauenkirche gehen, allerdings fängt die Messe da schon um 9:45 Uhr an; als Alternativen mit späteren Uhrzeiten kämen Herz Jesu oder St. Elisabeth in Frage – schauen wir mal. Ein Extra-Abenteuer dürfte es werden, uns den Messbesuch im Stempelheft für den Erstkommunionkurs des Tochterkindes beglaubigen zu lassen. Sodann bin ich ziemlich gespannt auf die Pilgerherberge in Schwabach; und spannend geht es dann auch weiter, denn am Montag – dem Gedenktag der Apostel Simon und Judas, einem markanten Datum in der Geschichte unseres Familienapostolats – beginnen dann unsere Familienexerzitien in einem Kloster im Schwarzwald. Ich habe ehrlich gesagt keine besonders präzise Vorstellung davon, was uns da erwartet, aber ich bin optimistisch, dass es eine bereichernde Erfahrung werden wird. Am Freitagabend wollen wir wieder zurück in Berlin sein; aber gleich am Samstag geht's für mich schon in aller Früh' los auf den nächsten Trip, diesmal nach Braunlage am Harz, wo ich auf einer russisch-orthodoxen Jugendkonferenz einen Vortrag halten will und soll. Das wird aber auf alle Fälle ein Thema für das übernächste Wochenbriefing...






























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