Willkommen in der Zeit im Jahreskreis, Leser! In dieses Wochenbriefing ragt die letzte Phase der liturgischen Weihnachtszeit noch ein wenig hinein, vor allem in Gestalt der Sternsingeraktion, aber auch in Form des Neujahrsempfangs der Pfarrei Heilige Familie Spandau-Havelland. Aber auch sonst gibt's allerlei Neues aus der Nähe und aus der Ferne – überzeugt euch selbst!
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| Bei der Auswahl des Vorschaubildes habe ich mich diesmal von meiner Tochter beraten lassen. |
Komm, wir singen Sternsinger-Songs
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird vielleicht wissen, dass die Frage, ob meine Kinder – oder zumindest die Große – mal bei der Sternsinger-Aktion mitmachen, schon seit ein paar Jahren in der Diskussion gewesen ist, und das unabhängig von meinen wohl sattsam bekannten grundsätzlichen Vorbehalten gegen die ungeistliche, NGO-mäßige Ausrichtung des Kindermissionswerks Die Sternsinger und gegen die Bestrebungen dieses Hilfswerks, den alten Brauch des Dreikönigssingens zu monopolisieren. Okay, sagen wir: weitgehend unabhängig davon. So meinungsstark ich gern auftrete, bin ich in der Praxis doch zu einem erheblichen Maß an pragmatischer Inkonsequenz fähig – und finde das auch gut so: Ohne diese Fähigkeit würde ich z.B. auch keine Kinderwortgottesdienste machen, und das wäre doch schade drum. Und dasselbe gilt, wie ich heuer habe feststellen dürfen, für die Sternsingerei auch.
Zunächst aber mal ein Rückblick: Nachdem ich selbst Mitte der 80er Jahre einmalig als Sternsinger unterwegs war – in full blackface übrigens; wenn also jemand Interesse daran hat, kompromittierende Fotos von mir auszugraben: viel Glück, irgendwo könnte es noch welche geben, allerdings nur analog –, wurde erstmals wieder im Dezember 2023 die Idee an mich herangetragen, an einer Sternsingeraktion mitzuwirken. Nun natürlich als erwachsene Begleitperson, und ich wäre dem auch nicht unbedingt abgeneigt gewesen, wenn meine damals sechsjährige Tochter Lust gehabt hätte, mitzumachen. Ich war auch mit ihr beim Vorbereitungstreffen, aber nachdem sie schon vorher eine eher zurückhaltende bis skeptische Haltung zu diesem Thema an den Tag gelegt hatte, hatte sie nach diesem Treffen erst recht keine Lust mehr. Zum Teil lag es vielleicht daran, dass sie an dem Tag einfach müde und schlecht drauf war, aber ich glaube, sie fühlte sich auch überfordert und überrumpelt davon, dass bei dem Treffen mehr oder weniger stillschweigend vorausgesetzt wurde, dass sie sich bereits zum Mitmachen entschieden hätte. Ein Jahr später wäre ich im Prinzip bereit gewesen, einen erneuten Anlauf zu wagen, aber da verpeilten wir schlichtweg den Termin fürs Vorbereitungstreffen. Dafür teilte mir meine Tochter aber, als sie in der Messe zum Dreikönigstag die Sternsingerkinder in ihren Kostümen in die Kirche einziehen sah, unaufgefordert mit, beim nächsten Mal wolle sie da aber mitmachen.
Zum Vorbereitungstreffen schafften wir es allerdings wieder nicht, diesmal nicht aus Schussligkeit, sondern infolge einer echten Terminkollision. Allzu sehr forcieren wollte ich das Thema auch nicht, zumal ja erst mal noch das Krippenspiel auf dem Programm stand; zwischen Weihnachten und Neujahr bekräftigte unsere Große aber, sie wolle beim Sternsingen mitmachen, also fragte ich den Gemeindereferenten, ob wir denn noch einsteigen könnten. Er erklärte dataufhin, das sei kein Problem, beim Vorbereitungstreffen seien ohnehin nur zwei Kinder gewesen, alle übrigen müssten ihre Sprechtexte dann eben auf dem Weg lernen und die Lieder seien sowieso bekannt. Er regte außerdem an, unser Jüngster könne auch mitmachen, gegebenenfalls in einer stummen Rolle; darauf angesprochen, hatte der Knabe allerdings erst mal keine Lust. Dann erfuhr ich jedoch, dass zwei Mädchen, die wir vom JAM kennen – das schon mehrfach erwähnte Mädchen, das im aktuellen Erstkommunionkurs ist, und dessen kleine Schwester, die ungefähr im Alter unseres Jüngsten ist – auch beim Sternsingen mitmachten, und als ich diese Information mal beiläufig im Beisein unserer Kinder fallen ließ, verkündete der Kleene: "Ich will auch!" Damit war das also geklärt.
Indes verlangte unsere Teilnahme uns ab, am vergangenen Samstag die Kinder genauso früh zu wecken wie an einem normalen Schul- und KiTa-Tag; besondere Komplikationen ahnte ich voraus, weil ausgerechnet an diesem Wochenende eine Schulfreundin unserer Tochter bei uns übernachten wollte, aber Nein sagen mochte ich zu diesem Ansinnen auch nicht, und tatsächlich klappte alles besser, als ich erwartet hätte. Im Bus trafen wir übrigens den Pfarrer von St. Klara Reinickendorf-Süd, der offenbar gerade auf dem Weg nach St. Bernhard war; und da ich während der Fahrt mit meiner Tochter das Lied "Stern über Betlehem" übte, bekam er mit, dass wir zum Sternsingen unterwegs waren, und wünschte uns "viel Freude".
Im Pfarrsaal von St. Joseph Siemensstadt, wo die Kostüme verteilt und die Gruppen eingeteilt werden sollten, wurden wir mit der Mitteilung empfangen, dass zwei Familien, deren Kinder eigentlich fest eingeplant gewesen waren, kurzfristig abgesagt hatten; die Folge war, dass nicht wie geplant drei, sondern nur zwei Gruppen gebildet werden konnten. Nun, jedenfalls bildeten wir eine Gruppe mit den beiden Mädchen, die wir vom JAM kennen, und bekamen die Tour durch Haselhorst zugeteilt – zuzüglich dreier Adressen in Siemensstadt, die eigentlich die nicht zustande gekommene dritte Gruppe hätte übernehmen sollen. Kurz bevor es losgehen sollte, stieß noch ein weiteres Mädchen aus dem Erstkommunionkurs zu uns, sodass wir zusätzlich zu den Heiligen Drei Königen zwei Sternträgerinnen hatten. Begleitet wurde unsere Gruppe vom Gemeindereferenten und von Padre Ricardo aus Mexiko, und ein Weihrauchfass hatten wir auch dabei – kompetent gehandhabt von meiner Liebsten, einer ehemaligen Domministrantin. Zu den Adressen in Haselhorst, die wir ansteuerten, gehörte das Seniorenheim direkt neben der St.-Stephanus-Kirche, und auch sonst waren es überwiegend Senioren, die einen Besuch der Sternsinger bestellt hatten. Eine Dame, die in einem zwölfstöckigen Wohnblock wohnte, meinte, ihre Nachbarin, die bettlägerig sei, würde sich sicherlich auch über den Besuch der Sternsinger freuen, und rief kurzerhand in der Nachbarwohnung an, um das abzuklären; so kamen wir zu einem außerplanmäßigen Auftritt. Überall wurden wir herzlich empfangen, die Kinder erhielten viel Lob für ihre Darbietung – und bergeweise Süßigkeiten. Spenden für das Kindermissionswerk kamen ebenfalls in beachtlichem Umfang zusammen; wozu ich anmerken möchte, dass der Spendenzweck gar nicht groß thematisiert wurde: Auf der Basis dessen, was ich vom letztmaligen Besuch der Tegeler Sternsinger bei uns zu Hause – vor Corona – in Erinnerung behalten habe, gibt es durchaus Sternsingergruppen, die es als wesentlichen Bestandteil ihrer Auftritte betrachten, über das jeweilige Jahresmotto und die vom Kindermissionswerk geförderten Hilfsprojekte zu informieren; dagegen stand "bei uns" die Haus- bzw. Wohnungssegnung eindeutig im Vordergrund, und der Umstand, dass dabei zugleich Spenden für einen nicht näher benannten "guten Zweck" gesammelt wurden, war lediglich in Gestalt des Verspaars
"Wir danken euch für eure Gaben, / Für die bestimmt, die wenig haben"
präsent. Ich fand das gut, und dem Kindermissionswerk hat's offenbar nicht geschadet. – Insgesamt waren wir rund fünf Stunden unterwegs, unser Jüngster schlief auf dem Weg zu den letzten beiden Stationen im Auto ein; da traf es sich günstig, dass wir eine zweite Sternträgerin im Team hatten, die in seiner Rolle als Kaspar einspringen konnte. Nachdem wir die Adressenliste abgearbeitet hatten, ging's zurück nach St. Joseph, wo es zur Belohnung Pizza auf Kosten des Kirchensteuerzahlers gab. –
Das war aber noch nicht alles, denn auch die Messe am folgenden Tag – dem Fest Taufe des Herrn – stand deutlich im Zeichen der Sternsingeraktion: Die Sternsingerkinder zogen in ihren Kostümen in die Kirche ein, trugen Kyrie-Rufe und Fürbitten vor und wurden zu ihren Erlebnissen und Eindrücken vom Vortag "interviewt". Das alles kann man auch bei YouTube bewundern. Hervorheben möchte ich nicht zuletzt, dass die ältere der beiden Schwestern, die wir vom JAM kennen, in der Messe spontan für den Ministrantendienst "angelernt" wurde, nachdem sie am Samstag Interesse daran bekundet hatte.
Insgesamt darf man wohl sagen, dass die diesjährige Sternsingeraktion eine durchweg positive Erfahrung war, und daher gehe ich mal davon aus, dass wir auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden. Dann aber vielleicht bei den Pfadfindern – denn wie ich gehört habe, veranstaltet der Berliner KPE-Stamm auch eine Art Dreikönigssingen, bei dem es allerdings eher darum geht, "als Straßensänger die Botschaft Jesu" in die Öffentlichkeit zu tragen. Es bleibt spannend!
Ansichten eines Neujahrsempfangs
Nachdem wir von der Sternsingeraktion am Samstag erst gegen 17 Uhr nach Hause gekommen waren, konnte ich es Frau und Kindern nicht gerade verübeln, dass sie nicht sonderlich motiviert waren, am Abend noch zum Neujahrsempfang der Pfarrei Heilige Familie Spandau-Havelland mitzukommen. Ich selbst war eigentlich auch ziemlich geschafft, wollte mir diese Veranstaltung aber dennoch nicht entgehen lassen, und meine Große zeigte zunächst durchaus Interesse, mitzukommen – aber als wir dann erst mal zu Hause waren, hatte sie doch nicht recht Lust, nochmal loszugehen. Also fuhr ich allein hin. Und zwar direkt zum Empfang im Gemeindesaal von Maria, Hilfe der Christen; zur Messe, die in diesem Jahr in St. Marien am Behnitz stattfand, da die Pfarrkirche nach dem Schwelbrand im August noch immer nicht wieder geöffnet ist, hätte ich es nicht rechtzeitig geschafft.
Wer meine Berichte über die Neujahrsempfänge der Pfarrei Heilige Familie Spandau-Havelland in den beiden Vorjahren gelesen hat, wird sich darüber im Klaren sein, dass meine Erwartungen in Hinblick auf diese Veranstaltung nicht durchweg positiv waren; und tatsächlich könnte ich vieles von dem, was ich zu den letzten beiden Neujahrsempfängen geschrieben habe, hier und jetzt sinngemäß wiederholen. Das fing an mit der Ansprache des Pfarreiratsvorsitzenden. Dass er kein guter Redner ist, ja dass es ihm sichtlich Unbehagen bereitet, vor Publikum zu sprechen sollte man ihm tunlichst nicht zum Vorwurf machen; zugute halten muss man es ihm indes auch nicht unbedingt: Tatsächlich bin ich mir gar nicht so sicher, ob seine Ansprachen, wenn er das, was er sagen will, besser ausdrücken könnte, dadurch besser oder eher schlimmer werden würden. Im direkten Vergleich zu den Vorjahren schien mir zwar, dass er diesmal tendenziell häufiger von "Jesus und Seiner Botschaft" sprach, die in die Öffentlichkeit zu tragen Aufgabe der Pfarrei sei; aber worin diese Botschaft konkret bestehen sollte, blieb unscharf; deutlich vorherrschend war jedenfalls auch diesmal wieder ein stark "institutionsfixierter" Blick "auf Kirche", was indes zu einem gewissen Grad wohl in der Natur der Veranstaltung lag. – Im Vergleich zur weitschweifigen Ansprache des Pfarreiratsvorsitzenden (die zudem immer wieder von Musiknummern unterbrochen wurde, sodass man dachte, er wäre fertig, aber dann redete er doch weiter) fasste der leitende Pfarrer sich in seinem Grußwort eher kurz, setzte aber dennoch einige bemerkenswerte Akzente, indem er den Jahresrückblick der Pfarrei in den großen weltkirchlichen Kontext einordnete – das Heilige Jahr unter dem Leitwort "Pilger der Hoffnung", das 1.700-jährige Jubiläum des 1. Konzils von Nizäa, den Tod von Papst Franziskus, den Beginn des Pontifikats Leos XIV. –, aber auch, indem er betonte: "Das Eigentliche, was hier geschieht, ist Seelsorge – in den Gruppen, in den Gemeinschaften, aber auch in persönlicher Begegnung."
Gleichwohl gilt es zu unterstreichen, was ich weiter oben bereits angedeutet habe: Was ich anlässlich der Neujahrsempfänge der beiden Vorjahre zum in meinen Augen fehlgeleiteten Buhlen der institutionellen Kirche um gesellschaftliche Anerkennung und zum mindestens ebenso problematischen "quasi-betriebswirtschaftlichen Effizienz- und Funktionalitätsdenken" geschrieben habe, das sich in der fortschreitenden Verwaltungszentralisation in der Kirche ausdrückt, könnte ich hier im Wesentlichen wiederholen, aber muss ja nicht sein, der geneigte Leser kann es ja auch an Ort und Stelle nachlesen. Zum letztgenannten Punkt habe ich mich zudem auch in meiner aktuellen "Klein.Kram"-Kolumne geäußert.
Gelohnt hat sich der Besuch beim Neujahrsempfang indes schon allein deshalb, weil ich dort mit einigen Leuten aus der Gemeinde ins Gespräch kam, und nicht nur mit solchen, mit denen ich sowieso regelmäßig in Kontakt stehe. Ich wurde sogar von Personen angesprochen, die ich bisher nicht persönlich kannte, die mich aber als den Autor der Tagespost-Kolumne "Klein.Kram" erkannten. Und das Büffet war auch lecker.
Kindermund der Woche und Neues vom Schulkind
"Auch aus einem Katastrophentag kann noch ein guter Tag werden."
Das sagte mein noch nicht fünfjähriger Sohn am Montag mehrmals zu mir, als Ermutigung, und wie sich zeigte, hatte er damit recht. Aber um das zu erklären, muss ich ein bisschen weiter ausholen.
Also: Nachdem die Sternsingeraktion am Samstag zwar ausgesprochen beglückend, aber doch auch anstrengend gewesen war und ich auch am Sonntag nicht so recht Gelegenheit gehabt hatte, mich zu erholen – zum einen, weil die Kinder recht aufgekratzt und laut waren, zum anderen aber auch, weil mir die Deadline für meine "Klein.Kram"-Kolumne im Nacken saß –, sah ich einem recht holprigen Start in die neue Schul- und Arbeitswoche entgegen. Ich sah auf mich zukommen, dass ich am Montagvormittag drei verschiedene Dinge innerhalb eines Zeitfensters würde erledigen müssen, das eigentlich nur für eins davon ausreichte: Ich musste die besagte Kolumne fertig schreiben; ich wollte mit dem Priester aus Nigeria, der in dieser Woche trotz bereits erfolgter Verabschiedung noch in der Pfarrei St. Klara Reinickendorf-Süd "im Dienst" war, darauf ansprechen, wie ich ihn erreichen könnte, wenn er wieder in Nigeria wäre; und außerdem hatte ich lose mit einer Foodsaverin aus Haselhorst vereinbart, eine Tüte voll Brot und Kuchen bei ihr abzuholen. Erschwerend kam hinzu, dass es noch unklar war, ob wir am Nachmittag zum "Omatag" bei meinen Schwiegermüttern fahren würden – zumal eine Warnung vor extremem Glatteis in der Luft lag.
Was den mittleren der drei Punkte meiner To-Do-Liste anging, hatte der besagte Priester am Montag um 9 Uhr die Messe in Herz Jesu Tegel, und danach, so war angekündigt, wollte er mit einem "kleinen Frühstück" im Pfarrsaal seinen 70. Geburtstag nachfeiern und dabei Fotos von den Bauarbeiten an einer Schule in seiner Heimatdiözese zeigen, für die er während seiner Tätigkeit in Deutschland Spenden gesammelt hatte. Ich sagte mir, wenn ich zur Messe ginge, hätte ich vielleicht eine Chance, ihn zwischen dieser und dem Geburtstagsfrühstück abzupassen und ein paar Sätze mit ihm reden; dann könnte ich nach Hause gehen, die Kolumne fertig schreiben und mich danach um die Essensabholung kümmern – und dann tatsächlich pünktlich mit allem fertig sein, um den Jüngsten von der KiTa abzuholen, unabhängig davon, ob "Omatag" war oder nicht. Als ich am Montag dann rund eine Dreiviertelstunde früher aufwachte, als ich mir den Wecker gestellt hatte, und mich überraschend gut ausgeruht fühlte, setzte ich mich direkt an meine Kolumne und bekam sie schon größtenteils fertig, bevor ich die Kinder wecken musste. Daraufhin war ich optimistisch, alles Weitere auch noch gut hinzukriegen. Aber dann ging erst mal alles schief.
Es begann damit, dass das Tochterkind einen "bad hair day" hatte und sehr ausgiebig gekämmt werden musste – wodurch wir die S-Bahn verpassten, die wir hätten kriegen müssen, um pünktlich zum Morgenkreis in der KiTa zu sein. Damit nicht genug, hatte die nächste S-Bahn rund eine Viertelstunde Verspätung und musste dann nochmals rund fünf Minuten auf dem Bahnsteig warten, um den Gegenzug vorbeizulassen. Im Ergebnis waren wir also extrem zu spät, womit schon mal klar war, dass ich mir die 9-Uhr-Messe in Herz Jesu Tegel abschminken konnte. Und als wir dann endlich – gerade noch rechtzeitig zum Frühstück – in der KiTa ankamen, wollte der Jüngste sich plötzlich nicht von mir trennen. Auch die Erzieherinnen vermochten da nichts auszurichten. Ausgerechnet an diesem Tag passte mir das ja nun gar nicht, aber ich ergab mich in mein Schicksal – und erstaunlicherweise wurde daraufhin tatsächlich alles gut. Wir gingen in den Pfarrsaal zum Geburtstagsfrühstück mit Dia-Show, und der Priester war ausgesprochen erfreut, sein Taufkind wiederzusehen; dann gingen wir nach Hause, wo der Kleene friedlich im Kinderzimmer spielte, während ich meine Kolumne fertig schrieb; die Essensabholung sagte ich ab, und den Omatag sagten wir wegen der Glatteiswarnung ebenfalls ab. Am frühen Nachmittag kam meine Liebste von der Arbeit, etwas später holte ich die Große von der Schule ab, und wir machten uns einen gemütlichen Abend zu Hause. Unterm Strich war ich somit eigentlich doch ganz zufrieden damit, dass mein lieber Sohn sich mit seinem Wunsch durchgesetzt hatte, den Tag mit mir zu verbringen statt in der KiTa.
Am Dienstag dann war an der Schule des Tochterkindes eine Art Projekttag. Das gibt es an dieser Schule öfter: Da fallen die "normalen" Lernangebote aus, stattdessen können die Schüler eigene Veranstaltungsangebote machen, es gibt Diskussionen zu schulrelevanten Themen und auch Mitarbeiter bieten Veranstaltungen zu Themen an, die ihnen persönlich am Herzen liegen. Als ich meine Tochter am Nachmittag von der Schule abholte, erzählte sie mir – ganz nebenbei, als sei das gar nichts Besonderes –, sie sei enttäuscht gewesen, dass wegen des Projekttags auch die Toberaum-Disco ausfiel, und deshalb habe sie spontan (und mit ein bisschen technischem Support von ein paar älteren Mitschülerinnen) selbst eine Disco im Toberaum veranstaltet. Ich muss sagen, als jemand, der ungefähr fünf Jahre lang in mehreren Berliner Bars als DJ gearbeitet hat, bin ich ganz schön stolz auf meine Tochter...
Ohne Krawatte beim Papst – oder: Warum ich mich nicht gern "konservativ" nenne, Folge 903
Tagespost-Chefredakteurin Franziska Harter, der u.a. als YouCat-Initiator sowie als Mitherausgeber sowohl des "Mission Manifest" als auch der "Urworte des Evangeliums" bekannte Publizist Bernhard Meuser sowie der Theologe Martin Brüske, ebenfalls Mitherausgeber der "Urworte des Evangeliums", waren unlängst in Rom und wurden überraschend zu einer Privataudienz bei Papst Leo XIV. geladen. "Überraschend" nicht zuletzt für sie selbst: Sie waren mit einer Pilgergruppe von 100 Personen in der Ewigen Stadt, u.a. mit der Absicht, dem Papst ein aus Briefen deutscher Katholiken zusammengestelltes 20seitiges Dokument zu übergeben, das die Besorgnis vieler Gläubiger über den Kurs der Kirche in Deutschland unter den Vorzeichen des Synodalen Weges ausdrücken sollte. Zu diesem Zweck hatten sich Mitglieder dieser Pilgergruppe um Plätze in der "prima fila" – der ersten Reihe der Audienzhalle – bei der Generalaudienz beworben und diese auch erhalten, aber zusätzlich und unerwartet wurden die drei genannten Personen eben auch noch für etwa 20 Minuten privat vom Heiligen Vater empfangen, den sie als freundlich, offen, aufmerksam und interessiert erlebten. Ein paar Fotos von der Audienz wurden auf der Facebook-Seite der Tagespost veröffentlicht – und lösten eine Fülle von Kommentaren mit einer, sagen wir mal, eigentümlichen Schwerpunktsetzung aus: Die Herren Meuser und Brüske seien für eine Papstaudienz ungehörig gekleidet. "[S]chauen Sie sich doch diese Menschen mal an, wie sie sich dem Papst vorstellen!", konnte man da lesen. – "Geht zum Heiligen Vater und hat keine Krawatte an? Sind die Photos KI, Satire oder schlechtes Benehmen? Hätte ich bei diesem Medium nicht erwartet. Bin geschockt und peinlich berührt. Zum [F]remdschämen!" – "Hierzulande weiß man nicht mehr, was stilvolles Auftreten ist. Auch das Äußere gehört dazu! [...] Hocken vor dem Papst als wären sie beim Stammtisch. Dadurch entwertet man sich und sein gerechtfertigtes Anliegen selbst." – Was ist mit diesen Leuten los? Vielleicht haben wir es hier nur mit einem etwas allzu wörtlichen Verständnis von Matthäus 22,12 ("Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen?") zu tun, aber ich muss sagen, mir erscheint die Vorstellung, ohne Schlips sei ein Mann bestenfalls halb angezogen, auf tragikomische Weise antiquiert. Ich kann mir auch beim schlimmsten Willen nicht vorstellen, dass der Heilige Vater an der Kleidung seiner Audienzgäste Anstoß genommen hätte. –
Dass es den Urhebern der zitierten Wortmeldungen indes nicht nur um Stilkritik in Sachen Herrenkonfektion ging, gab ein Kommentar zu erkennen, in dem es hieß "Die Tagespost und der Neue Anfang scheinen nicht nur inhaltlich sondern auch optisch falsch abgebogen zu sein." Worin dieses inhaltliche falsche Abbiegen bestehen könnte, wird anhand eines anderen Kommentars deutlicher: "Die Tagespost geht eher Richtung charismatisch, evangelikal, nicht (mehr) Richtung Tradition. Der Dame fehlt die Mantilla nicht ohne Grund." – Ich sag mal: Das sind vielleicht nicht ganz dieselben Leute, die es ungehörig finden wenn Frauen Hosen tragen, aber ich spüre da prinzipiell ähnliche Vibes. Davon abgesehen muss ich sagen, mich amüsiert der Gedanke, ob die Leute, die die Tagespost als "rechtskatholisch" einordnen, wohl ahnen, dass es auch Leute gibt, denen diese Zeitung nicht konservativ genug ist.
Nicht verschweigen möchte ich eine Assoziation , die mir unvermittelt durch den Kopf schoss, während ich schon an diesem Abschnitt arbeitete: Wolodymyr Selenskyj im Oval Office. Da wurde ja, wie ich mich zu erinnern glaube, spekuliert, sein informelles Outfit sei als Statement gemeint gewesen – es habe signalisieren sollen, er komme quasi direkt von der Front und die Lage sei zu ernst, um in Gala-Garderobe zu schlüpfen. In diesem Sinne könnte man vielleicht sagen, auch die Delegation der Tagespost und der Initiative Neuer Anfang sei "direkt von der Front" zur Papstaudienz gekommen – nämlich von der Front des Schmutzigen Schismas...
Der Weg des Kriegers
Während der Weihnachtsferien habe ich den Entschluss gefasst, ich müsse mal wieder mehr Bücher lesen, also so richtig auf Papier; und nachdem ich den Anfang mit dem schmalen Prolog-Band der "Jesus von Nazareth"-Trilogie von Papst Benedikt XVI. gemacht habe, habe ich mir als nächstes das Buch vorgeknöpft, das ich im letzten Herbst zum Abschluss des Eltern-Glaubenskurses in der Gemeinde auf dem Weg geschenkt bekommen habe: "Empower – Mit Glaube und Leichtigkeit durch das Abenteuer Erziehung" von Tobias Teichen, Pastor der ICF München. Ein interessantes Buch, von dem ich mir gut vorstellen kann, hier noch öfter darauf zu sprechen zu kommen; vorerst möchte ich hier aber nur eine Passage wiedergeben, an der ich hängen geblieben bin, weil sie so perfekt auf die Situation meiner Familie passt. Da geht es um den Rat, Geschwister "nicht aneinander [zu] messen und bemüht 'gleich' [zu] erziehen, sondern genau hin[zu]schauen, was jedes einzelne für die Entwicklung seiner Talente und Vorlieben braucht" – "[a]uch wenn das manchmal unbequem ist":
"[E]s erfordert halt mehr Aufwand, ein Kind zum Judo und eins zu den Pfadfindern, statt beide zum gleichen Ziel zu kutschieren."
Wozu allerdings gesagt werden muss, dass unser Jüngster nicht zum Judo geht, sondern zu einer speziell auf Kinder unter 6 Jahren zugeschnittenen Vorstufe von Jiu-Jitsu. Seit seinem ersten Probetraining Anfang Dezember hat er dort bislang zehn Trainingseinheiten absolviert und ist mit wachsender Begeisterung dabei. Soweit ich es bisher beobachtet habe, besteht das Training zu einem nicht ganz geringen Teil aus einfachen Lauf- und Fang-Spielen, wie es sie so ähnlich auch beim KiTa-Sport gibt; es werden aber durchaus auch schon Schläge und Tritte trainiert, und was ich besonders interessant finde: Auch an die rituellen Elemente der fernöstlichen Kampfkunst werden schon die Kleinsten von Anfang an herangeführt, angefangen davon, dass Ihnen beigebracht wird, sich vor dem Betreten des Dōjō zu verneigen, bis hin zu der Sitzhaltung, die sie einnehmen, wenn sie dem Trainer zuhören.
Dass unser Jüngster bei diesem Trainingsprogramm, dem bisherigen Anschein nach, offenbar genau richtig aufgehoben ist, wird noch stärker akzentuiert dadurch, dass dies offenkundig nicht für alle Kinder gilt. Ich habe es bis jetzt fast jede Woche erlebt, dass ein paar Kinder im Alter meines Sohnes (oder etwas jünger) zum Probetraining antreten, und da kommt es immer wieder vor, dass Kinder von vornherein nicht mitmachen wollen, weinen, weil sie sich nicht die Socken ausziehen wollen, oder mittendrin rausrennen. Okay, wie man so hört, geht es so ähnlich oft auch bei KiTa-Eingewöhnungen zu. Auch bei Kindern, die nicht zum ersten Mal dabei sind, kommt es gelegentlich vor, dass sie maulig oder bockig sind oder sich nicht von ihren Eltern lösen mögen. Dass demgegenüber unser Jüngster schon nach dem Probetraining vom Trainer ausdrücklich dafür gelobt wurde, wie diszipliniert und konzentriert er bei der Sache gewesen sei, hätte ich im Vorfeld nicht unbedingt erwartet – ich sag mal: Ich kenn' den Knaben auch anders.
Einen neuen Freund – oder jedenfalls einen bevorzugten Trainingspartner – hat er in seiner Gruppe auch schon gefunden, und ich denke mir, über kurz oder lang ergeben sich da vielleicht auch mal Kontakte zu den Eltern. Was ich nicht zuletzt deshalb interessant fände, weil ich schätze, das würde der Eltern-"Bubble", in der wir uns bewegen, eine ganz neue Facette jenseits von #kindergartenfrei- und Freilerner-Szene, freier Alternativschule und evangelischer KiTa hinzufügen. Schon jetzt haben manche Beobachtungen aus dem Foyer der Kampfsportschule mir den Eindruck vermittelt, dass einige Eltern, die da mit ihren Kindern hingehen, einen erheblich anderen Erziehungsstil haben als wir – aber dazu vielleicht ein andermal mehr.
Während übrigens die Kleinsten in einem abgetrennten Raum trainieren – allerdings mit einer Glastür, sodass Eltern oder sonstige Begleitpersonen von außen zuschauen können –, findet gleichzeitig in einem offenen Bereich der Kampfsportschule das Jiu-Jitsu-Training für die nächsthöheren Altersstufen (6-8 Jahre oder 9-11 Jahre, je nach Wochentag) statt, und was ich davon bisher so mitbekommen habe, finde ich ausgesprochen faszinierend. Der Trainer – ein noch ziemlich junger Mann, wahrscheinlich nicht viel älter als 30 – kommt zwar locker rüber und macht gern Späße, strahlt aber zugleich eine enorme Autorität aus; und im Rahmen des Trainings hält er den Kindern durchaus auch mal philosophische Impulsvorträge über den Wert von Selbstdisziplin, Fokus und innerer Ruhe. Neulich erzählte er seinen Schülern mal, es gebe Studien, denen zufolge Mönche die glücklichsten Menschen seien. Kurz und gut, mich amüsiert die Vorstellung, diesen Kampfsporttrainer mal auf der Bühne der MEHR oder in einer Podiumsdiskussion mit Johannes Hartl zu sehen.
Geistlicher Impuls der Woche
Das eigentlich Neue ist, dass er – Jesus – sich taufen lassen will, dass er in die graue Menge der Sünder eintritt, die da an den Ufern des Jordan warten. Zur Taufe gehörte ein Sündenbekenntnis. Sie war selbst ein Sündenbekenntnis und der Versuch, ein altes, missratenes Leben abzulegen und ein neues zu empfangen. Konnte Jesus das? Wie konnte er Sünden bekennen? Wie sich vom bisherigen Leben trennen auf ein neues hin? Diese Frage mussten sich die Christen stellen. Erst von Kreuz und Auferstehung her ist die ganze Bedeutung dieses Vorgangs erkennbar geworden: Jesus hatte die Last der Schuld der ganzen Menschheit auf seine Schultern geladen; er trug sie den Jordan hinunter. Er eröffnet sein Wirken damit, dass er an den Platz des Sünders tritt. Er eröffnet es mit der Antizipation des Kreuzes.
(Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth, Bd. I)
Ohrwurm der Woche
Eighth Wonder: I'm Not Scared
Keine Ahnung, warum ich gestern mit diesem Ohrwurm aufgewacht bin. Ich muss den Song wohl kürzlich irgendwo gehört haben, im Einkaufsradio vielleicht oder in der Kampfsportschule. Immerhin, popmusikhistorisch ist das Stück interessant, als ein geradezu idealtypisches Beispiel für 80er-Jahre-Synthi-Pop; was übrigens Anlass zu Reflexionen darüber geben mag, wie es eigentlich kommt, dass gerade die idealtypischen Vertreter eines Genres so häufig "One-Hit-Wonders" sind. Wer sich beim Anhören von "I'm Not Scared" fragt, woher ihm diese Beats und Sounds eigentlich so bekannt vorkommen, der wird sich wahrscheinlich mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen, wenn er erfährt, dass der Song von den Pet Shop Boys geschrieben und produziert wurde. Sängerin Patsy Kensit, die im Video das Schönheitsideal der 80er-Jahre-Popwelt in einer solchen Perfektion verkörpert, dass es fast schon langweilig wirkt, war auch als Schauspielerin und Model erfolgreich und viermal verheiratet, u.a. mit Jim Kerr von den Simple Minds und Liam Gallagher von Oasis.
Vorschau/Ausblick
Heute Vormittag war ich mit dem Tochterkind zum ersten Mal in diesem Jahr beim Meutentreffen der KPE-Wölflinge in Schöneberg, und eine Schulfreundin kam dorthin mit. Am morgigen Sonntag haben wir vor, mal wieder in St. Afra im Stadtteil Gesundbrunnen in die Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus zu gehen – und anschließend zum ersten Stammestreffen eines in Gründung befindlichen neuen KPE-Stammes. Es steht also zu erwarten, dass das Thema Pfadfinder im nächsten Wochenbriefing wieder prominent vertreten sein wird.
Dann steht eine aller Voraussicht nach verhältnismäßig "normale" Schul- und Arbeitswoche an, wenn auch nicht ganz ohne besondere Vorkommnisse: Am Dienstagabend steht ein Treffen des KiWoGo-Arbeitskreises an, da der erste Kinderwortgottesdienst des neuen Kalenderjahres schon wieder recht nahe gerückt ist; am Mittwoch ist zum ersten Mal in diesem Jahr JAM; und am Freitag werde ich mir etwas einfallen lassen müssen, um die Kinder im Zeitraum zwischen KiTa- bzw. Schulschluss und Schlafengehen bei Laune zu halten, denn meine Liebste muss da zu einer Art Teambuilding-Maßnahme mit ihrem Kollegium. Bowling oder sowas in der Art, glaube ich. Und dann ist die Woche auch schon wieder rum...





Es gehört übrigens bei Abwesenheit von „naturschwarzen“ Königen das Blackfacing zwingend zum Brauch des Sternsingens dazu. Man hat den Kontinent Afrika nicht ohne Vertreter zu lassen; wer das tut aus Gründen, die der Amerikaner dann white guilt nennen würde, zu der es in Deutschland bei all unseren sonstigen Verbrechen aber gar keinen Anlaß gibt, ist übrigens objektiv afrikanerfeindlich.
AntwortenLöschen(Schminkunlust der Kinder kann man gerade noch als Ausrede durchgehen lassen.)
Vollends absurd wird es übrigens, wenn irgendwo berichtet wird, daß die deutsche katholische Kirche ja (nach wie vor, übrigens) auch ihren „Afrikatag“ feiert, Kollekte und so, und dann dazu ein Bild von drei Königen gezeigt wird, bei denen man dann nicht erkennen kann, warum es eigentlich der Afrikatag ist.
Was anderes: Es hat nichts mit Inkonsequenz zu tun, einen Kindergottesdienst zu gestalten, obwohl man das Prinzip separater Kindergottesdienst ablehnt. Es handelt sich lediglich darum, keine stupide Hyperkonsequenz von sich (gegebenenfalls um im tribalistischen Umfeld nicht anzuecken?) zu fordern.
AntwortenLöschenEcht inkonsequent wäre es, bei einer Abstimmung dann für Kindergottesdienste zu stimmen. „Es ist nun einmal so, machen wir das Beste daraus“ ist keine moralisch verwerfliche Haltung!
Ich ahne ein bißchen, wo die gegenteiligen Gerüchte herkommen: Zu (echt) intrinsisch schlechten Taten berechtigt das *natürlich nicht* (wer käme da überhaupt drauf!). Daß es solche gibt, bestreitet der Gegner; weil man das gegen ihn verteidigt und schonmal in Stimmung ist, und es außerdem damit so schön einfach hat - und nebenbei durch sei es auch unbegründete Appelle ans Schamgefühl so effizient die eigenen Leute auf Linie bringen kann, macht man zwischen ablehnen und als-in-sich-schlecht-ablehnen gar keinen Unterschied mehr. Mhm.
Das berechtigt aber nicht dazu, Dinge in sich schlecht zu nennen, die das nicht sind. Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein. Es gibt keinen Ersatz für die erste Kardinaltugend. Und wenn uns das scheinbar allzu nachgiebig machen und dadurch auf die Verliererstraße schieben sollte, so sagt sie uns auch: Gott hat keine besondere Lust, tugendhaftes Handeln zu bestrafen, und Er ist immer noch der beste Realpolitiker.
(Und ja, das gilt - emotional will ich hier ein „leider“ einfügen - auch für aus Gründen politischer Kapitulation rein-weiße Sternsingergruppen. So sehr einem deren Existenz in den Eingeweiden weh tut…)