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Montag, 6. Dezember 2021

Spandau oder Portugal #2 (2. Woche im Advent)

Herzlich willkommen zum neuen Wochenbriefing! Nachdem die erste Folge dieser Reihe vor allem deshalb recht umfangreich geraten war, weil ich darin die Geschehnisse aus rund vier Wochen Blogpause nachliefern musste, wird's diese Woche etwas übersichtlicher; indes wage ich zu prognostizieren, dass spannende Wochen vor uns liegen. Vorweg möchte ich mich entschuldigen, dass im aktuellen Artikel das allgegenwärtige Thema mit dem großen C eine recht große Rolle spielen wird. Eigentlich würde ich lieber möglichst wenige Worte darüber verlieren. Aber man kommt ja im täglichen Leben schlechterdings nicht drum herum. Ich verspreche aber, ich werde in Zukunft wieder mehr über andere Themen schreiben, sofern und sobald es welche gibt. -- So, und nun genug der Vorrede! 

Option Spandau (im engeren Sinne): Die vergangene Woche hat gezeigt, dass der benachbarte Stadtbezirk Spandau in unerwartete Ferne gerückt ist durch einen Umstand, der "3G in öffentlichen Verkehrsmitteln" heißt. Man könnte denken, sooo eine große Hürde wäre es ja nicht, sich ca. eine halbe Stunde, bevor man irgendwo hin will, einen Nasenabstrich machen zu lassen -- zumal es nichts kostet; aber eine Hürde ist es eben doch, und so bleibt man im Zweifel doch lieber in seinem eigenen Kiez (was ja wohl auch Sinn der Sache ist). Trotzdem zeichnen sich, was die "Option Spandau" angeht, vielversprechende Entwicklungen am Horizont ab. Allzu viel kann ich darüber noch nicht verraten, aber  es hat in den letzten Tagen erste Kontakte zu pastoralen Mitarbeitern der einen oder anderen Spandauer Pfarrei gegeben, und Sondierungsgespräche über eine mögliche Mit- bzw. Zusammenarbeit könnten schon bald folgen. Außerdem wollen wir heute Nachmittag bzw. Abend in St. Joseph Siemensstadt zur Nikolausandacht; wir haben gehört, da kommt man mit 3G rein. 

Es gibt in Spandau einen Pilgerweg? Echt? Na ja - zumindest sowas Ähnliches. Auf den ersten Blick kann ich nicht genau erkennen, was genau die verschiedenen Rundwege, die auf der verlinkten Seite vorgestellt werden,  zu Pilgerwegen qualifiziert und also von ganz profanen Wander- oder Sightseeingtouren unterscheidet; aber da das Ganze eine Initiative der evangelischen Kirche ist, besteht durchaus die Möglichkeit,  dass die Initiatoren das selbst nicht wissen bzw. sich über den Unterschied nicht im Klaren sind. Vielleicht käme das aber einfach mal auf einen Versuch an. Lust hätte ich jedenfalls schon, diese Wanderungen durch Spandau mal auszuprobieren -- wenn auch vielleicht eher nicht im Winter: Die drei launig "Stadt" - "Land" - "Fluss" betitelten Fußwanderrouten sind auf jeweils sechs bis acht Stunden angelegt. 

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(im erweiterten Sinne:) Neulich - in der Nacht von Donnerstag auf Freitag - hatte ich einen interessanten Traum, der mir irgendwie zum Thema zu passen scheint und den ich daher, soweit ich ihn aus der Erinnerung noch rekonstruiert kriege, hier wiedergeben möchte. In diesem Traum ging ich die Yorckstraße in Kreuzberg oder jedenfalls eine ziemlich ähnlich aussehende Straße entlang und kam an einer Kirche vorbei (die allerdings keine besondere Ähnlichkeit mit der wirklich in der Yorckstraße gelegenen Kirche St. Bonifatius hatte). Durch eine große Glastür (!) sah ich, dass drinnen Licht an war und dass da Leute waren; darauf reagierte ich freudig überrascht und trat ein. Ich fand mich in einem großen, hellen Foyer wieder; gegenüber dem eigentlichen Gottesdienstraum war ein kleiner Raum, dessen Tür offen stand - anscheinend so etwas wie eine Sakristei -, und durch die offene Tür konnte man sehen, dass da eine Monstranz mit dem Allerheiligsten auf einem Tisch stand. Ein paar Männer in schwarzen Anzügen, die das sahen, knieten sich auf den Fußboden, und ich tat es ihnen gleich. Immer mehr Menschen versammelten sich im Foyer, und dann trat ein Mann vor, der Jackett, Hemd und Schlips in einer Farbkombination trug, als hätte der farbenblinde Opa aus Isabel Abedis "Lola"-Büchern sie ausgesucht, und begann eine Ansprache oder Predigt. Einem Flyer, den mir irgendwer in die Hand gedrückt hatte, entnahm ich, dass ich den "Außenminister" dieser Kirchengemeinde vor mir hatte. Seine Rede wurde von allerlei spontanen Zwischenrufen aus dem Publikum begleitet, die allerdings offenbar nicht als Störung aufgefasst wurden, sondern vielmehr erwartet und erwünscht zu sein schienen; der "Außenminister" griff diese Einwürfe jedenfalls stets souverän auf. -- Ich vermute, dass dieser Traum zumindest teilweise von meiner Lektüre des Buches "Heiße (W)Eisen" von Lothar Zenetti beeinflusst war, insbesondere von dem Kapitel "Die erneuerte Gemeinde". Auf dieses in vielfacher Hinsicht bemerkenswerte, 1966 erschienene Buch werde ich in Zukunft wohl noch öfter eingehen, nicht zuletzt in der nächsten Ausgabe der "Lebendigen Steine". -- Ein paar Nächte zuvor habe ich geträumt, dass ich eine Lobpreisandacht in einer kleinen Kirche leitete, die ein bisschen Ähnlichkeit mit Herz Mariä Burhave hatte und ziemlich gut besucht war; unter Corona-Bedingungen geradezu verboten gut besucht

Man könnte wahrscheinlich darüber streiten, ob man den zuletzt erwähnte Traum - da er an einem nicht identifizierbaren bzw. fiktiven Ort spielte - nicht eher der "Option Portugal im erweiterten Sinn" hätte zuordnen sollen; definitiv der erweiterten Spandau-Option zuordnen möchte ich hingegen das folgende Thema: Bereits am 1. Adventswochenende war mir die Information zugespielt worden, am Sonntag um 16 Uhr solle es auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte - vor der derzeit wegen Sanierung geschlossenen St.-Hedwigs-Kathedrale - eine Gebetswache unter dem Motto "Kein 2G - Kirche für alle" geben. Da wollte ich eigentlich hin, aber eine Verkettung ungünstiger Umstände verhinderte es. Dann erfuhr ich jedoch, dass die Aktion an den folgenden Adventssonntagen fortgesetzt werden sollte -- und am 2. Advent, also gestern, war ich dabei. Zusammen mit meiner Tochter übrigens. 


(Man beachte den Schriftzug "Future Cathedral" im Hintergrund...)

Es hieß,  am 1. Advent hätten über 60 Personen an der Gebetswache teilgenommen; ganz so viele waren es diesmal nicht, aber meiner vorsichtigen Schätzung nach mindestens 40. Besonders ermutigend fand ich, dass der Altersdurchschnitt bedeutend niedriger war als bei einer durchschnittlichen Sonntagsmesse einer durchschnittlichen Pfarrei. Ein nicht geringer Teil der Anwesenden war jünger als ich, einige Kinder, teils ungefähr im Alter meiner Tochter, teils ein bisschen älter, waren auch dabei. Ich traf ein paar Bekannte, dazu einige, die ich zwar nicht kannte, die aber mich kannten. Die Veranstaltung fand ich wirklich schön: Nach einer kurzen Begrüßungsansprache wurde zunächst Psalm 24 vorgebetet, dann ein Bericht über die von Papst Gregor dem Großen angeführte Bußprozession gegen die Pest im Jahr 590 in Rom vorgetragen; ein Adventslied wurde gesungen und schließlich gemeinsam der Rosenkranz gebetet. Zahlreiche Passanten verschafften der Veranstaltung beträchtliche Öffentlichkeitswirksamkeit. "Na, wie fandest du unser kleines Abenteuer?", fragte ich meine Tochter, und sie erwiderte: "Ganz schön cool!" Ich schätze, nächsten Sonntag gehen wir da wieder hin, wenn uns nichts dazwischen kommt. 

Wie ich neulich schon mal anmerkte, lautet eine für die "Option Spandau im erweiterten Sinne" nicht unerhebliche Frage, ob es unter den derzeitigen Bedingungen überhaupt etwas nützt, innerhalb Deutschlands "woanders hinzugehen". Ob man nicht überall mehr oder weniger dieselben desolaten Verhältnisse vorfinden würde  Was das angeht,  gibt es bemerkenswerte Neuigkeiten aus dem Südwesten der Republik: Während das Erzbistum Berlin gerade verfügt hat, dass für Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit grundsätzlich die 2G-, mindestens aber die 3G-Regel zu gelten habe, hat das Erzbistum Freiburg seinen Pfarreien die Einführung von 2G- oder 3G-Zugangsbeschränkungen für Gottesdienste verboten. Damit schwimmt die badische Erzdiözese derart entschlossen gegen den allgemeinen Strom der Zeit, dass ich die Meldung mehrmals lesen musste, um sicher zu gehen, dass ich sie nicht missverstanden hatte. Besonders die Begründung lässt aufhorchen: Gottesdienste seien "Teil der wesentlichen Daseinsvorsorge (wie z.B. auch der Einkauf im Lebensmittelgeschäft). Als solches soll der Zugang für alle Menschen möglich sein - unabhängig davon, ob die Person immunisiert oder getestet ist: Die freie Religionsausübung ist ein besonders geschütztes Recht." Na hallo! Ein schönes Zeichen in Sachen Ökumene wäre es nun natürlich, wenn das Erzbistum Freiburg sich der bisher, soweit ich sehe, ausschließlich von freikirchlichen Gemeinden und Verbänden getragenen Initiative "Wir schließen niemanden aus" anschlösse, die ich letzte Woche hier vorgestellt habe; aber das ist wohl eher noch unwahrscheinlicher als das Statement selbst. 

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Option Portugal (im engeren Sinne): Ob man's glaubt oder nicht, auch in dieser Kategorie gibt es Neuigkeiten. Meine Liebste hat in der zurückliegenden Woche nämlich über Kontakte aus dem kindergartenfrei-Netzwerk eine Familie kennengelernt, die bis vor einiger Zeit in Mexiko gelebt hat und jetzt in Berlin lebt, aber bereits plant, im Januar für ein paar Wochen nach - jawohl - Portugal zu reisen, um zu testen, wie es sich da so leben lässt. Von dieser Familie hat meine Liebste auch erfahren, dass es irgendwo im Süden Portugals einen Campingplatz geben soll, der bevorzugt von deutschen Freilerner-Familien (und neuerdings auch Corona-Flüchtlingen) als Anlaufstelle genutzt wird, um erst mal im Land anzukommen und dann mal weiterzusehen. Klingt abenteuerlich! Richtig interessant wird's natürlich, wenn diese Familie von ihrem Probe-Aufenthalt in Portugal zurückkommt. Was sie dann wohl zu berichten hat. Wenn sie zurückkommt. Das ist ein bisschen so ähnlich wie mit Noahs Taube... 

Noch etwas, was die "Option Portugal" interessant und attraktiv macht -- und darauf bin ich tatsächlich gerade erst aufmerksam geworden: Der nächste Weltjugendtag soll in Portugal stattfinden, und zwar,  nach derzeitigem Planungsstand, in der ersten Augustwoche 2023. Das verleiht der Idee, in Portugal eine Pilgerherberge zu eröffnen, natürlich noch einen besonderen Glanz. Die offizielle Seite zum WJT 2023 scheint mir auf den ersten Blick zwar nicht gerade überreich an Informationen, aber es kann sicher nicht schaden, die Seite im Auge zu behalten: Bis zum Termin ist es ja noch ein Weilchen hin. 

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(im erweiterten Sinne:) Zwischen Spandau und Portugal liegt zwar nicht unbedingt der Weg der Barmherzigkeit, aber immerhin der Gnadenort Altötting; und nachdem wir neulich eigentlich für ein paar Tage dorthin hatten fahren wollen und es dann doch nicht geklappt hatte, empfand ich es als einigermaßen ironisch, dass uns kürzlich per Post das "Exerzitien-Kursprogramm 2022" des Franziskushauses Altötting ins Haus flatterte. Ich habe den Brief noch nicht augemacht. Auf dem Umschlag prangt das Motto "Glaube - Gemeinschaft - Wohlbefinden", und wenn ich sowas lese, denke ich: Uärgh

Post kam auch vom Zisterzienserpriorat Neuzelle. Genauer gesagt firmiert das Mutterkloster Heiligenkreuz als Absender, aber es geht um Neuzelle, wo auf einem "ehemaligen Stasi-Gelände" ein "Ort des Gebetes, der Stille, der Gottesbegegnung und der Gastfreundschaft" entstehen soll: das Kloster Maria Friedenshort, "ausgelegt für 50 Mönche", mit einer Klosterkirche, die "akustisch für den gregorianischen Choral ausgelegt ist"; mit einem Gästehaus mit eigener Kapelle; mit Einsiedeleien, einem Jugendbereich, Klosterladen, Klostergarten und Klostergasthof. Das Konzept sieht sehr vielversprechend aus, und die mir persönlich bekannten Neuzeller Mönche sind mir ausgesprochen sympathisch; allerdings ist das Anliegen dieses Schreibens in erster Linie, Geld zu akquirieren, und Geld brauchen wir eigentlich selber. Na ja, im Zweifel kann man von den Mönchen aus Neuzelle noch was über Fundraising lernen. Das ist ja auch was wert. Folgerichtig empfiehlt sich die Website des Projekts als mein 

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Was es sonst Neues gibt: Darüber, dass es Anfang des kommenden Jahres statt der MEHR eine WENIGER geben sollte, habe ich mich ja vor einiger Zeit bereits ausgelassen; und nun kommt es, wie es kommen musste: Die WENIGER wird NOCH WENIGER. Am Freitag erreichte mich die Nachricht, dass die Veranstaltung nach derzeitigem Planungsstand mindestens unter 2G-, wahrscheinlich sogar unter 2Gplus-Bedingungen wird stattfinden müssen. Wer schon ein Ticket hat, nun aber die Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllen kann, soll sich bis zum 15. Dezember mit den Veranstaltern in Verbindung setzen: "Wir werden dich dann über deine Möglichkeiten informieren." Bin ja mal gespannt, was das heißt, aber ich mache mich mal darauf gefasst, dass man mir vorschlagen wird, mein Ticket zu spenden

Ebenfalls geplatzt sind unsere Pläne für Weihnachten. Wir hatten vorgehabt, uns eine Woche lang für schmales Geld in der OASE in Tossens einzumieten, wo wir einen Andachtsraum zur Verfügung gehabt hätten und schon mal das Leben als Pfarrhausfamilie hätten üben können. Klappt nun aber nicht, weil in Niedersachsen nach aktuellem Stand auch für Beherbergungen 2G gilt. Na, was soll's -- dann bleiben wir eben zu Hause, singen alle Weihnachtslieder, die wir kennen, und bestellen wie letztes Jahr in einem Restaurant in der Nachbarschaft einen Gänsebraten zum Mitnehmen. Und eines Tages erzählen wir unseren Enkeln davon. 

Wieder mal ein Fall von "Ich dachte, es wäre Satire, aber es scheint doch echt zu sein": Auch für assistierten Suizid gilt neuerdings die 2G-Regel. Ich habe hin und her überlegt, wie man diesen Sachverhalt noch pointierter formulieren könnte, um die Absurdität noch stärker zu betonen, aber es will mir nicht gelingen. Hier beißt sich die "Kultur des Todes", von der der Hl. Papst Johannes Paul II. so eindringlich sprach, in den eigenen Schwanz. Ein guter Anlass, mal ganz allgemein, auch jenseits von Corona, über die Absurditäten des Konzepts "Tod als Dienstleistung" zu reflektieren. 

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Ohrwurm der Woche: Larry Norman, "Fly, Fly, Fly" (1973) 

Der 2008 verstorbene Larry Norman gilt als Pionier der christlichen Rockmusik, aber seine Karriere war ein permanenter Zweifrontenkrieg -- gegen konservative Christen, denen er zu laut, zu wild, zu langhaarig und nicht fromm genug war, und gegen die säkulare Musikindustrie, der er nicht kommerziell genug war. Sein drittes Solo-Studioalbum "So Long Ago in the Garden" von 1973 ist bezeichnend für diesen Konflikt: In frommen Kreisen wurde es ungnädig aufgenommen, weil es weniger offensichtlich christliche Inhalte präsentierte als seine früheren Platten; er selbst betrachtete dieses Album jedoch als sein bestes. Den Song "Fly, Fly, Fly (Meet Me at the Airport)", der zunächst als B-Seite einer Single veröffentlicht wurde, wollte er hingegen ursprünglich gar nicht auf dem Album haben, aber die Plattenfirma bestand darauf. Wie auch immer, ich mag den Song. Leider kannst du, Leser, nicht sehen, wie meine Tochter dazu mit ihrem Kuscheläffchen durch die Küche tanzt, aber hör' ihn dir ruhig trotzdem mal an. 

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Aus der Lesehore: 

Wer könnte zweifeln, dass es um eine große Sache ging, da der erhabene Weltherrscher aus solcher Ferne auf einen so unwürdigen Ort herabkam? Er kam von den Bergen herabgeeilt, um aus den hundert das eine Schaf zu suchen, das sich verirrt hatte. Unseretwegen ist er gekommen, damit sein Erbarmen und seine wunderbaren Taten den Menschenkindern sichtbarer das Lob des Herrn verkünden. Wunderbar ist die Herablassung Gottes, der uns sucht, groß die Würde des Menschen, der so gesucht wird! Wollte der Mensch sich dessen rühmen, wäre er kein Tor. Nicht als vermöchte er etwas aus sich selbst zu sein, sondern weil Gott ihn so hoch wertet, der ihn geschaffen hat. Alle Reichtümer und alle Herrlichkeit der Welt und alles, was in der Welt begehrenswert ist, bedeutet nicht so viel wie dieser Ruhm, ja nichts kann damit verglichen werden. Herr, was ist der Mensch, dass du ihn so groß machst? Warum hängst du dein Herz an ihn? 

(Hl. Bernhard von Clairvaux, Predigt zum Advent) 



5 Kommentare:

  1. Dein Linktip Nr. 5 ist wirklich satirereif... (Man kann natürlich irgendwie nachvollziehen, dass die Sterbehelfer selbst ja nicht sterben wollen, aber es ist schon absurd.)

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  2. "Vorweg möchte ich mich entschuldigen, dass im aktuellen Artikel das allgegenwärtige Thema mit dem großen C eine recht große Rolle spielen wird. Eigentlich würde ich lieber möglichst wenige Worte darüber verlieren."

    Meine Frau wird wohl nach 34 Jahren ihre Arbeit in einer Behindertenwerkstatt verlieren, weil ungeimpft. Wir dürfen einige Familienmitglieder nicht mehr besuchen, weil ungeimpft. Wir dürfen (Bistum Münster) aktuell keine Weihnachtsgottesdienste am hl. Abend besuchen, weil ungeimpft.
    Entschuldigen Sie, dass ich drüber geschrieben habe. Soll nicht wieder vorkommen.....

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  3. Wir schließen niemanden aus - gibt es auch in Berlin und war hier: https://naunynblog.wordpress.com/2021/11/27/samstagsfruehstueck-mit-folgen/

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  4. Ich werde mich dem großen C auch noch etwas widmen. Ich habe eine Freundin, die als ungeimpfte an Corona erkrankt ist - es hat sie ein paar Tage grippemäßig hergebeutelt, aber mittlerweile ist sie wieder fit, wenn auch ohne Geruchs- und Geschmackssinn. Diese Freundin hat am Tag vor ihrem positiven Coronatest in der Elterninitiative gekocht und natürlich ihr positives Testergebnis bekanntegeben. Worauf das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen meiner Freundin 5 Tage in Quarantäne schickten. Das kann einen als Elternteil ärgern, das ist schon klar. Keines der Kinder und keines der Eltern und keine der Erzieherinnen (ca. 45 Personen) hatte in der nachfolgenden Woche eine positiven Test. Nun wird diese Freundin dermaßen übel von den Eltern der Elternini (tolerant, inklusiv, grün/rot-Wähler/innen) im Gruppenchat und am Elternabend wüst beschimpft, man wirft ihr vor, sie hätte aus Ignoranz die Gesundheit der Kinder gefährdet, man versucht, irgendein Schlupfloch zu finden, um ihre zu kündigen - es ist schrecklich. Dabei sind die Leute sich offensichtlich keines Fehlverhaltens bewußt, sondern sie nehmen anscheinend dankbar den Ansatz hochrangiger Regierungs- und sonstiger -vertreter auf, die Ungeimpften möglichst zu mobben. Wer geimpft ist, hat ja Solidarität und Anstand bewiesen und hat offenbar einen Freibrief für übles Verhalten, so scheint das wohl bei der Bevölkerung angekommen zu sein.
    Ich bin keine deutsche Staatsbürgerin, und meine Lust, in diesem paranoiden Land zu leben, sinkt immer mehr.
    Ich hoffe sehr, dass Ihr einen gangbaren Weg für Euch findet.

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  5. Seit einiger Zeit lese ich hier mit Gewinn und Genuß. Eine Bemerkung im letzten Post hat mich zu der Frage geführt, ob sie https://amywelborn.wordpress.com/ kennen? Oft sehr interessant, manchmal sehr lange Texte, die sich aber lohnen und auch ein Interesse am Thema Homeschooling.

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