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Montag, 21. November 2016

Zu meckern gibt es immer was

Als katholischer Blogger wird man immer mal wieder mit der Kritik konfrontiert, in der Blogoezese werde zu viel gemeckert. Vor lauter Klagen über allerlei Missstände in Kirche und Welt komme die Freude am Glauben zu kurz. Zuweilen richtet sich diese Kritik an die christliche Bloggerzunft als Ganze, zuweilen auch ganz konkret an meinen bescheidenen kleinen Blog. Nun kann man natürlich - durchaus mit einigem Recht - erwidern: Darüber zu meckern, dass Andere zu viel meckern, das ist doch letztlich nur Meta-Gemeckere, das macht die Gesamtsituation nicht besser, das ist eher Teil des Problems als Teil der Lösung. Man kann allerdings auch mal tief durchatmen und sich fragen, ob an der Kritik vielleicht was dran ist. 

Soweit es mich persönlich betrifft, kann ich sagen: Ja, na klar ist da was dran. Und oft genug kotzt es mich selber an. Nach einer Reihe von drei oder vier polemisch-kritischen Artikeln über dieses oder jenes Übel denke ich mir oft, jetzt muss ich aber auch mal wieder was Positives schreiben. Mache ich dann meist auch. Aber es fällt mir nicht unbedingt leicht. Aus mehreren Gründen. Zum Einen ist die Freude am Glauben etwas, das sich - für mein Empfinden jedenfalls - nicht so leicht in Worte fassen lässt, in schriftlicher Form schon gar nicht. Wesentlich weniger leicht jedenfalls als Kritik und Polemik. Und dann: Die besagten Missstände in Kirche und Welt, die gibt es schließlich. Und die müssen auch benannt werden. Sie gehen jedenfalls nicht davon weg, dass man sie ignoriert. (Ich muss daher jetzt schon ankündigen, dass es hier auch in Zukunft wieder einige polemische Artikel geben wird. Ein paar sind schon in Vorbereitung.)  

Trotzdem, oder gerade deswegen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass man seine Kritik nicht in Meckerei um ihrer selbst willen ausarten lässt. Und das aus mehreren Gründen. Zunächst einmal sind die Worte des Apostels Paulus an die Philipper zu beherzigen: "Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!" (Philipper 4,4). Das ist ziemlich schwer, wenn man den Blick immer nur auf Negatives fixiert. Und nicht nur läuft man damit Gefahr, selbst zu verbittern, sondern man verbittert und entmutigt damit auch Andere. Das kann man als Christ nicht wollen. Hinzu kommt, dass sich, wenn man einen allzu großen Teil seiner Aufmerksamkeit auf Missstände in der Kirche (diejenigen in der Welt lasse ich hier mal außen vor) verwendet, leicht eine schiefe Perspektive auf die Kirche als Ganze einstellt. Auch dies wiederum in mehrfacher Hinsicht. Wenn man sich darüber ärgert, was die Gemeindereferentin oder der Pfarrer oder der Bischof bei dieser oder jener Gelegenheit gesagt oder getan oder nicht gesagt oder nicht getan hat, dann mag dieser Ärger in der Sache berechtigt sein; man sollte dabei aber nicht vergessen, dass das Heil der Kirche letztlich nicht in den Händen dieser Leute liegt. Nicht einmal in denen des Papstes. Sondern in Gottes Händen. Wenn wir nicht daran glauben und darauf vertrauen, dass Gott in Seiner Kirche wirkt und sie nie im Stich lassen wird, dann können wir genausogut gleich Feierabend machen. Komplementär zu dieser Einsicht verhält sich eine andere. G.K. Chesterton soll einst einen Schreibwettbewerb gewonnen haben, indem er auf die Frage "Was ist mit dieser Gesellschaft nicht in Ordnung?" die kürzest mögliche Antwort gab: "Ich." Noch berühmter ist die Antwort der Hl. Mutter Teresa auf die Frage, was sich in der Kirche ändern müsse: "Sie und ich." Man kann es gar nicht oft und deutlich genug sagen: Wer der Meinung ist, dass sich in der Kirche (und in der Welt) etwas ändern müsse - und wer wäre nicht dieser Meinung? -, der sollte tunlichst bei sich selber anfangen. 

Und schließlich: "Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe" (1. Korinther 16,14)! Das gilt auch und nicht zuletzt für das Kritisieren. Wie schon gesagt: Missstände gibt es, und sie müssen benannt werden. Wichtig ist aber, dabei deutlich zu machen, dass es einem nicht darum geht, Andere schlechtzumachen, sondern darum, etwas zu verbessern. Als beispielhaft möchte ich hier einen jüngst veröffentlichten Artikel des Passauer Bischofs Stefan Oster hervorheben: "Vom Verlust des Heiligen und von der Sehnsucht nach Aufbruch - Beobachtungen zur Situation der katholischen Kirche in Deutschland". Seine Analyse des Ist-Zustands der Kirche in Deutschland und in der "westlichen Welt" insgesamt ist schonungslos - er zeichnet ein weitaus düstereres Bild, als ich es getan haben würde. Aber er bleibt dabei nicht stehen, sondern benennt auch, was sich ändern muss - was sich ändern kann, und wo es bereits hoffnungsvolle Ansätze dazu gibt. Willst du also meckern, dann meckere wie Bischof Oster. Ich glaube, das rahme ich mir ein und hänge es mir übers Bett. 

Nun war gestern das Hochfest Christkönig, und das war ein willkommener Anlass, mal wieder die Prioritäten klarzukriegen und sich in Erinnerung zu rufen: "Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf Fürsten zu bauen" (Psalm 118,9). Während die Einen schier verzweifeln wollen, weil Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, und die anderen deshalb, weil Angela Merkel 2017 erneut Bundeskanzlerin werden will (und es natürlich auch werden wird; das ist genauso sicher, wie dass Hillary Clinton... oh.), gilt es, nicht zu vergessen, dass Christus König ist. Und bleibt. Ein Grund zum Feiern - und so gingen meine Liebste und ich am Vorabend des Christkönigssonntags erst einmal zum Nightfever in die St.-Bonifatius-Kirche in Kreuzberg. 


Nightfever ist immer toll. Zuvor mussten wir allerdings die Vorabendmesse über uns ergehen lassen. Den Pfarrer von St. Bonifatius schätze ich eigentlich sehr; umso konsternierter war ich, als er in dieser Vorabendmesse seine Predigt auf einige einleitende Sätze beschränkte, die in der Aufforderung gipfelten, die Besucher der Messe sollten ein persönliches Glaubensbekenntnis auf dafür bereitgelegte Kärtchen schreiben. Dieses gruppendynamische Spielchen ersetzte nicht nur die Predigt, sondern auch gleich das Credo. Zum Ausgleich vergaß der Pfarrer dann auch noch die Fürbitten und ging direkt zur Gabenbereitung über. 

Das allerdings ist doch mal eine feine Sache. 
Ich war richtig sauer und blieb es ungefähr eine halbe Stunde lang. Im Ernst: Was soll der Scheiß? -- Die Gemeinde aktivieren, aus einer passiven Konsumentenhaltung herausreißen, die Leute einbeziehen, sie da abholen, wo sie stehen -- alles prima. Kann man wunderbar in einem locker-informellen Glaubensgesprächskreis machen. Idealerweise kann man sich da dann noch darüber austauschen, was die einzelnen Leute da so auf die Karten geschrieben haben. Auf keinen Fall aber können individuelle Glaubensbekenntnisse das gemeinsame Credo der Kirche in der Messe ersetzen. "Der Glaube der Kirche geht dem Glauben des einzelnen voraus, der aufgefordert wird, ihm zuzustimmen", heißt es in Nr. 1124 des Katechismus der Katholischen Kirche Wenn das nicht mehr vermittelt wird, dann kann einen schon mal das Gefühl beschleichen, die Kirche habe sich selbst aufgegeben. 

Never forget. 
Aber zum Glück folgten auf diese Messe ja gut zweieinhalb Stunden Eucharistische Anbetung. Konzentration auf das Wesentliche: die Gegenwart Christi. Solange die gegeben ist, kriegen auch sonderbare sozialpädagogische Experimente die Kirche nicht kaputt. Ganz frei von Misstönen war dieses Nightfever allerdings auch nicht. Zu vorgerückter Stunde steuerte ein Mitglied des Lobpreisteams, ein leicht angejahrter Mann mit grauen Dreadlocks, einen Monolog bei, der wohl ein Gebet oder so etwas Ähnliches sein sollte: 
"Gott... bist du da? Siehst du mich? Hörst du mich? Fühlst du mich [sic!]? Wo warst du, als es mir so schlecht ging? Wo bist du jetzt? Du verbirgst dich!" 

Von der sprachlichen Form mal ganz abgesehen: Natürlich gibt es eine Tradition der Klage über die (gefühlte) Ferne Gottes, und diese Klage hat in der Liturgie der Kirche auch ihren legitimen Platz. Man denke nur mal an Psalm 22. Aber im Rahmen einer Eucharistischen Anbetung wirkte das doch arg deplatziert. Am liebsten hätte ich dem Rastamann als Antwort auf die Frage "Wo bist du,Gott?" zugerufen: "Da vorne auf dem Altar, Mann!" Stattdessen ging ich mal für ein paar Minuten vor die Tür. Meine Andacht war infolge dieser unpassenden Einlage empfindlich gestört, aber nach einiger Zeit gab sich das wieder. 

Am Sonntagnachmittag war ich dann mit meiner Liebsten bei der Praystation der Charismatischen Erneuerung in der Kapelle des St.-Gertrauden-Krankenhauses. Da war ich zuvor noch nie gewesen, wollte aber eigentlich schon immer mal hin, schon allein, weil ich den Namen Praystation so brillant finde. 


-- Und was gab's da? Zwei Stunden charismatischen Lobpreis gab's da, hauptsächlich in musikalischer Form (begleitet mit zwei Gitarren, E-Bass, Keyboard und Cajón), dazwischen das Evangelium vom Tage, gefolgt von einer inspirierenden Predigt. Ich fand's prima, muss an dieser Stelle aber trotzdem meinen Lieblings-Charismatikerwitz loswerden: 
Kaffeepause beim Charismatiker-Kongress. "Hände runter, wer 'nen Kaffee will!" 
Ich behielt meine Hände schön unten. Auch wenn's bei der mitreißenden Stimmung zeitweilig schwer fiel. Überraschend viele der Lieder, die bei der Praystation gesungen wurden, kannte ich sogar. 



Der geistliche Leiter der Praystation - den ich von Facebook her kenne und den ich auch sonst schon zwei-, dreimal bei verschiedenen Anlässen getroffen hatte - fragte mich hinterher lächelnd, ob ich, da es ja mein erster Besuch bei der Charismatischen Erneuerung war, "geschockt" gewesen sei. Ich verneinte das. Ganz so überkandidelt, wie man sich einen charismatischen Lobpreisgottesdienst vielleicht vorstellt, war es nämlich gar nicht. Wobei ich einräumen muss, dass ich beispielsweise der Praxis der Zungenrede recht skeptisch gegenüberstehe. Aber als am Ende einer poppigen Vertonung der Pfingstsequenz Veni Creator Spiritus mehrere Anwesende gleichzeitig in Zungen zu reden begannen und der ganze Raum von diesen fremdartigen Lauten erfüllt zu sein schien, war ich doch beeindruckt. Mit einer abschließenden Meinung zu diesem Phänomen kann ich bis auf Weiteres nicht dienen. 



Davon abgesehen beschlich mich bei der Praystation zwischenzeitlich die Frage: Wo sind eigentlich die Millennials? Und wo sind die Punks? Beim Nightfever am Abend zuvor waren anteilig ziemlich viele Jugendliche und Twentysomethings gewesen; hier nun schien mir der Altersdurchschnitt signifikant höher, und das wunderte mich, denn ich hätte gedacht, dass ein solches Format geradezu prädestiniert sei, junge Leute anzusprechen. Nun ja, vielleicht liegt's an der Location (sehr schöne Kapelle, aber eben in einem Krankenhaus). Oder vielleicht ist die Praystation einfach noch nicht bekannt genug. Na, daran kann man ja arbeiten. 

An den Lobpreisgottesdienst schloss sich ein "gemütliches Beisammensein" mit einem kleinen Imbiss und allerlei Getränken an; meine Liebste und ich wollten uns dort eigentlich "nur kurz" aufhalten, aber dann wurden unversehens doch rund vier Stunden draus. 

Im Endergebnis - und damit komme ich thematisch zu meinem Ausgangspunkt zurück - haben mir die Erlebnisse des diesjährigen Christkönigsfests gezeigt: Haare in der Suppe kann man überall finden; aber darüber sollte man das Positive nicht aus dem Blick verlieren. Initiativen wie Nightfever und die Praystation sind wichtig, und zwar insbesondere deshalb, weil sie auf die Quellen verweisen, aus denen der christliche Glaube seine Kraft und Lebendigkeit bezieht: auf den Leib Christi und das Wirken des Heiligen Geistes. Nur aus diesen Quellen kann eine Erneuerung und Wiederbelebung der Kirche hervorgehen - nicht aus Strukturreformen und Imagekampagnen (womit nicht gesagt werden soll, dass diese zwangsläufig und in jedem Fall überflüssig oder kontraproduktiv wären). 

Und da mir diese Erkenntnis bedeutend erscheint, will ich es nach diesen seelenstärkenden Erfahrungen mal unternehmen, ein 6-Punkte-Programm gegen das Leiden an der Kirche zu skizzieren - die sechs Punkte erheben wohlgemerkt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

1. Geh zu den Quellen! 
Ich sagte es bereits: Das Heil der Kirche hängt in letzter Instanz nicht von den individuellen Qualitäten ihres "Bodenpersonals" ab. Nerven dich platte Predigten, alberne Familiengottesdienste und die geistliche Leere mancher kirchlicher Veranstaltungen? Wende dich direkt an Gott! Aber - damit du nicht der Versuchung  erliegst, dir deine Privatreligion nach eigenem Gusto zusammenzuschustern - tu es auf den Wegen, die die Kirche dafür bietet und empfiehlt. Geh zur Anbetung. Überhaupt: Bete! Nicht nur, wenn dir gerade "danach ist", sondern regelmäßig. Lies Gottes Wort. Das Stundengebet ist eine feine Sache, denn es vereint Schriftlesung und persönliches Gebet, und es vereint das Gebet des Einzelnen mit dem Gebet der ganzen Kirche. Lies auch die Kirchenväter und Kirchenlehrer oder die Werke anderer großer Heiliger. Und gern auch die Dokumente des kirchlichen Lehramts. Die gibt's online. Und wer sie lieber auf Papier liest, kann sich einen Haufen solcher Dokumente von der Bischofskonferenz zuschicken lassen - kostenlos, bis auf das Porto. Geh zur Beichte. Und zur Kommunion. Du begegnest dort Gott selbst. Leibhaftig. 

2. Vertrau dich Gottes Führung an 
Der Mensch denkt und Gott lenkt, sagt ein altes Sprichwort, und ein beliebter Witz fügt hinzu: In der Vergangenheitsform heißt das "Der Mensch dachte und Gott lachte". Man kann noch so brillante Pläne machen, manchmal gehen sie einfach nicht auf. Dann kann man akribisch Fehleranalyse betreiben und versuchen, einen neuen, besseren Plan zu machen -- aber manchmal liegt der Grund für das Scheitern einfach darin, dass Gott einen anderen Plan hat. Sei offen dafür. Brich auf wie Abraham - ohne das Ziel zu kennen, aber im Vertrauen darauf, dass Gott dich hinführen wird. 

3. Finde deine Aufgabe 
Du bist durch Taufe und Firmung zum Priester, zum Propheten und zum König geweiht. Mach was draus. Vergrab dein Talent nicht im Boden. Probiere etwas aus. Vernetze dich - nicht nur im Internet. Schau dich um, wo man dich brauchen kann. Du wirst gebraucht. 

4. Mach Geschmacksfragen nicht zum Dogma 
Es ist wahr: Jedesmal, wenn beim Vaterunser in der Messe der Embolismus weggelassen wird, stirbt irgendwo ein knopfäugiges Robbenbaby. Und auch sonst gibt es Dinge, die gehen gar nicht, werden aber trotzdem gemacht. Darüber darf man sich dann ruhig mal beschweren -- soll man sogar. Aber es gibt in der Kirche auch Dinge, die sind nicht so eindeutig festgelegt - in der Liturgie schon nicht, und außerhalb dieser erst recht nicht. Das muss man unterscheiden - und dabei beachten: Wo es Gestaltungsspielräume gibt, werden diese immer mal wieder in einer Weise genutzt werden, die einem nicht gefällt - oder Anderen nicht gefällt. Der eine Priester predigt zu lang, der andere zu kurz; der eine zu hart, der andere zu weich. Und dann die Liedauswahl. Und das Layout des Pfarrbriefs. Natürlich kann man daran Kritik äußern - besonders, wenn man diese auch begründen kann. Noch besser wäre es, sich zu überlegen, wie man sich selbst einbringen kann, um Dinge zu verbessern. Aber es kann passieren, dass Andere das dann gar nicht als Verbesserung empfinden. In dem Fall heißt es: Nicht schmollen! 

5. Sei dankbar 
Jeder kann irgendwas, aber niemand kann Alles. Schon gar nicht allein. Umso wichtiger ist es, Andere zu ermutigen, auch etwas zu tun. Das geht am besten, indem man ihnen für das, was sie tun, Wertschätzung und Anerkennung zeigt. Selbst dann, wenn man die Ergebnisse ihrer Bemühungen nur so mittel-gelungen findet. Würde niemand für das Pfarrfest Kuchen backen, gäbe es keinen Kuchen auf dem Pfarrfest. Sei dankbar für den Kuchen. 

6. Hab ein bisschen Geduld mit den Menschen 
Manchmal kannst du einfach die Nase deines Banknachbarn nicht leiden. Dafür kannst du nichts, er aber auch nicht. Vielleicht stört es dich, wie er (oder sie) singt. Dass er (oder sie) beim Vaterunser die Arme ausbreitet, statt die Hände zu falten (oder umgekehrt). Vielleicht nervt es dich, wie die Leute, die dieselbe Kirche besuchen wie du, vor oder nach der Messe miteinander reden oder mit dir reden oder nicht mit dir reden. Komm damit klar. Menschen sind komisch. Das wussten schon die Doors. Man muss die Menschen trotzdem so nehmen, wie sie sind -- andere gibt es nicht. 

--- Ich hoffe, die Du-Form lenkt nicht allzu sehr davon ab, dass das natürlich alles Dinge sind, die ich mir selbst immer wieder sagen muss. Zum Teil habe ich auch gerade erst damit angefangen, sie mir zu sagen. Aber ich versuch's. Und, lieber Leser, wie sieht's aus: Machst Du mit?  :) 



Kommentare:

  1. Was das Sprachengebet betrifft, das auch mir immer noch fremdartig ist, hat P. Adrian Erhellendes darüber geschrieben:
    http://www.adrian-kunert.com/Charismatiker/Charismastart.html

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  2. Nun, bei dem Gemecker über das Gemecker fällt mir immer ein Gedicht ein, daß ich aus einem Anlaß bzw. auf eine Anregung, die ich jetzt mal nicht ausbreite, mal geschrieben habe:

    Im Lande Uz war einst ein Mann:
    ich glaub, der schimpfte nirgendwann,
    denn er war fromm. Dann kam die Plage.
    Und er schrie auf in heißer Klage.

    Nicht ganz so heilig - doch nicht schlecht! -
    ist, wie's hier mancher halten möcht:
    z. B. Franz Frosch, der schnell zur Hand
    ist mit des Bayern hartem Grant:

    Sei es das Wetter, sei's der Ort -
    Wehwehchen hier, Wehwehchen dort -
    sei es das andere Geschlecht:
    kurz, unserm Frosch macht's keiner recht.

    Ob unter dieser dichten Hülle
    der Frosch doch Freude hat in Fülle?
    Wer weiß.
    Man hat ihn nicht gefragt.
    Und wenn, er hätte - nichts gesagt.

    Doch plötzlich, wie's so kommen will,
    treibt's Schicksal mit ihm hartes Spiel:
    Es bringt den besten Freund ihm um!

    Und Frosch?
    Der bleibt drei Wochen stumm.

    Drei Wochen, sag ich, war er krank.
    Jetzt schimpft er wieder. Gott sei Dank.

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