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Montag, 13. November 2017

Wir müssen an unserer Empörungseffizienz arbeiten

Zur Frage der Sinnhaftigkeit der Forderung des Bundesverfassungsgerichts, ein "positiv formuliertes drittes Geschlecht" in amtlichen Dokumenten einzuführen, habe ich keine besonders ausgeprägte Meinung. Sehr wohl habe ich hingegen eine Meinung zu der Debatte, die darüber geführt wird: Sie nervt. Sie nervt kolossal

Im betreffenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts geht es ausdrücklich um Intersexualität, ein zwar seltenes, aber unbestreitbar reales biologisches Phänomen. In der derzeitigen Debatte, wie ich sie v.a. in den Sozialen Medien wahrnehme, wird Intersexualität aber permanent mit Transgender vermengt oder verwechselt. Es liegt einigermaßen auf der Hand, dass diese Vermengung bzw. Verwechslung im Wesentlichen von zwei Gruppen betrieben wird: 
  • denen, die in dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eine Chance sehen, "Transgender-Rechte" voranzutreiben, und 
  • denen, die eben selbiges befürchten

Was ebenfalls einigermaßen auf der Hand liegt, ist, dass beide Gruppen einander gegenseitig hochschaukeln. Welche Seite davon am meisten profitieren dürfte, kann man sich leicht ausmalen. 

Vereinfacht und nicht-fachchinesisch ausgedrückt, bezeichnet der Begriff intersexuell solche Menschen, die mit uneindeutigen oder widersprüchlichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden. Das ist, wie gesagt, selten, aber es kommt vor. Und dieses Phänomen ist auch nicht erst seit gestern bekannt. Früher™, also so etwa von den 1960ern bis noch vor relativ wenigen Jahren, war es weithin üblich, den betreffenden Neugeborenen ein Geschlecht "zuzuweisen" und sie zum frühest möglichen Zeitpunkt "geschlechtsangleichenden" Operationen zu unterziehen, gegebenenfalls gefolgt von Hormontherapie. Dabei wurden die meisten intersexuellen Kinder zu Mädchen "gemacht", aus dem einfachen Grund, dass dies chirurgisch weniger aufwändig war. Und hier wird es nun interessant: Dass diese Vorgehensweise als unproblematisch betrachtet oder ausgegeben wurde, wurde u.a. mit Studien des Baltimorer Sexualpsychologen John Money begründet, die behaupteten, die geschlechtliche Identität eines Menschen sei im Wesentlichen ein Ergebnis seiner Erziehung, folglich könne man jeden Menschen dazu erziehen, das Geschlecht anzunehmen, das ihm zugeschrieben wurde. Kommt uns das irgendwie bekannt vor? Auch wenn Moneys Studien in vielen Details längst widerlegt sind, haben sie erheblichen Einfluss auf die Gender-Ideologie ausgeübt. 

Aber wir brauchen uns hier gar nicht auf den konkreten Einfluss einzelner Wissenschaftler zu konzentrieren. Auch unabhängig davon gilt: Wer davon ausgeht, dass die geschlechtliche Identität etwas natürlich Gegebenes ist und eben nicht willkürlich festgelegt werden kann, der müsste es in jedem Fall begrüßen, dass sich in jüngster Zeit die Überzeugung durchsetzt, man solle intersexuelle Kinder erst einmal so lassen, wie sie sind, und abwarten, in welche Richtung sie sich entwickeln. Ob es zur Verbesserung der Lebenssituation intersexueller Personen tatsächlich notwendig oder sinnvoll ist, statt der Angabe "Geschlecht unbestimmt" (oder so ähnlich) ein "positiv formuliertes drittes Geschlecht" einzuführen, darüber kann natürlich diskutiert werden. Insbesondere wäre es gut, hierzu die Meinungen Betroffener anzuhören. Auf jeden Fall denke ich, etwas weniger Furor würde der Debatte gut tun. 

So ziemlich das einzige, was mich derzeit noch mehr nervt als die überhitzte Debatte über das "dritte Geschlecht", ist die überhitzte Debatte über die Frage eines verkaufsoffenen Sonntags am 4. Advent, der dieses Jahr auf den Heiligabend fällt. Dazu sage ich jetzt nichts. Ich sehe es überhaupt nicht ein, meine Zeit und Atemluft für diese Debatte zu verschwenden. 

Ja schon, aber worüber jetzt genau? (Bildquelle: Flickr)
Na gut, eines vielleicht: In gewissem Sinne scheint mir die Empörung, die sich bei diesem Thema breit macht, ungefähr auf einem Level mit der Empörung über wegretuschierte Kreuze auf Käsepackungen und regenbogenfarbige Zipfelmänner zu liegen. All diese Dinge müssen einem nicht gefallen, aber sie zum Anlass zu nehmen, den Untergang des Abendlandes zu beschwören oder mit Boykottaufrufen dagegen vorzugehen, mutet doch an wie ein Kampf gegen Windmühlen. Für mich ist diese Empörung ein Indiz für die Weigerung, zur Kenntnis zu nehmen, dass unsere Gesellschaft längst nicht mehr so christlich geprägt ist, wie Christen sich das wünschen mögen. Ich will damit nicht sagen, dass Christen sich mit dieser Tatsache abfinden sollen; aber es scheint mir geboten, anzuerkennen, dass sie sich unter den Bedingungen einer pluralen und demokratischen Gesellschaft auf kurze Sicht nicht wird ändern lassen. Oder, genauer gesagt: dass die Gesellschaft nicht dadurch wieder christlicher wird, dass Christen laut darüber jammern, dass ein großer Teil der Gesellschaft sich nicht sonderlich für ihre Traditionen interessiert oder gar Rücksicht auf sie nimmt. 

Kurz gesagt, ich halte die Energie, die in solche Empörungsfeldzüge fließt, für verschwendet. Und wir sollten haushälterisch mit unserer Energie umgehen, denn wir werden sie noch brauchen. -- Freunde und Freundesfreunde auf Facebook werden jetzt vielleicht darauf hinweisen wollen, ich hätte doch unlängst selbst eine Menge Energie verschwendet, indem ich mich darüber empört hätte, dass eine katholische Jugendseelsorgeeinrichtung in Berlin für Dreharbeiten zu einem moralisch nicht ganz einwandfreien Film zur Verfügung gestellt wurde. Nun ja: Inhaltlich möchte ich mich zu diesem Vorgang erst dann näher äußern, wenn ich eine Antwort auf meine diesbezügliche Anfrage an die Pressestelle des Erzbistums Berlin habe; dennoch schon mal ein Wörtchen dazu, weshalb ich der Meinung bin, DAS sei ETWAS ANDERES: Hier handelt es sich, bildhaft gesprochen, um unser eigenes Haus. Oder zumindest sollte das so sein. Und gerade unter den Bedingungen einer postchristlichen Gesellschaft muss uns daran gelegen sein, unsere "Enklaven" zu sichern und zu befestigen. 

Dass meine Empörungsenergie in diesem konkreten Fall letztlich doch verschwendet gewesen sein mag, halte ich für möglich. Doch dazu, wie gesagt, ein andermal. 




Kommentare:

  1. Zum Fall Intersexualität: Danke für Klarstellung und Vernunft.
    Zum Fall verkaufsoffener Sonntag (und zwar egal wann): Da geht es sehr wesentlich um die Rechte schlecht bezahlter Kassiererinnen. Das ist nicht egal.

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    1. Das "egal wann" scheint mir hier ein wichtiger Punkt zu sein.
      Ich bin durchaus der Auffassung, dass die im Vergleich zu anderen Ländern recht "restriktiven" deutschen Ladenschlussregelungen grundsätzlich eine kulturelle Errungenschaft sind, die es wert ist, bewahrt zu werden. Auch würde ich - um ein in dieser Debatte zuweilen auftauchendes Argument aufzugreifen - zustimmen, dass es den Menschen weit eher zugemutet werden kann und darf, an bestimmten Tagen des Jahres keine Einkaufsmöglichkeit zu haben, als an bestimmten Tagen des Jahres keinen Zugang zu medizinischer Versorgung zu haben, weshalb es legitim ist, dass etwa Ärzte, Krankenschwestern und Rettungssanitäter sonn- und feiertags arbeiten müssen und Verkäufer/-innen im Einzelhandel normalerweise nicht.
      Das alles erklärt mir aber noch nicht, warum gerade die Tatsache, dass der 4. Advent dieses Jahr auf den Heiligabend fällt, zu einer solchen Aufheizung der Debatte führt. Verkaufsoffene Adventssonntage gab es in den letzten Jahren auch schon, und der Heiligabend als solcher ist kein Feiertag.

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    2. >>Verkaufsoffene Adventssonntage gab es in den letzten Jahren auch schon...

      nicht in allen Bundesländern, aber ich schweife ab.

      Das ist natürlich eine richtige Bemerkung.

      Nichtsdestoweniger verstehe ich die Konzentration auf den Heiligabend am Sonntag schon. Man hätte sich nämlich (wenn auch unterbewußt) schon so darauf gefreut, den Heiligabend selber einmal in Ruhe begehen zu können ohne am morgen noch hektisch Einkäufe zu erledigen. Gut, Geschenke verpacken, dafür ist immer noch genug zu tun, aber trotzdem.

      Man wußte gleichzeitig genau: wir kennen uns selbst. Wenn wir das so haben wollten, dann müßten wir von außen dazu gezwungen werden. Wenn wir einkaufen dürften, dann würden wir auch einkaufen.

      Und dies fällt eben am Heiligabend, an dem (wenn er verkaufsoffen ist) der Weihnachtsverkauf sich zu seinem Höhepunkt zuspitzt, weil er die letzte Gelegenheit ist, mehr auf als an irgendeinem anderen Adventssonntag, an dem man ja den Einkauf auch noch auf später verschieben kann.

      (Also so wie der Katholik, der alle Jahre wieder *doch* durch vierzigtägiges Fasten irgendeiner Art freier und unabhängiger wird, aber genau weiß, daß er nicht fasten würde, wenn es ihm nicht vorgeschrieben wäre.)

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  2. Ich als Nichtchrist (aber critical friend) sehe das ganz ähnlich - ich gehe davon aus, dass mitelfristig die deutschen Kirchen einen ähnlichen Wandel durchmachen werden wie die französischen; als Folge einer Entsäkularisierung, wie sich auch die französische Gesellschaft kennzeichnet.
    Christen täten gut daran, sich darauf einzustellen, dass ihr gesellschaftlicher Einfluß nur mehr minimal ist. Solange sie glitzeriges Wohlfühlprogramm machen (Martinsumzug, Adventkerzenstimmungsmditationsviertelstunden, Quigong, *hust), passt das. In irgendwelchen Verbänden und Gremien dürfen Kirchenvertreter sitzen, damit sich die betreffenden Organisationen mit dem Mäntelchen des moralisch Überlegenen schmücken können. Armenspeisung machen und sich für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen "einsetzen", d'accord.
    Aber niemand wird mehr Christen Änderungen anmahnen lassen, oder das ernst nehmen, wenn es persönlich weh tut. Christentum als gesellschaftlicher Kitt oder ernstzunehmende moralische Instanz, das ist vorbei.
    Dem muss man einfach in die Augen sehen - und sich auf seine eigenen Räume zurückziehen, wenn die Ressourcen (finanziell, aber auch emotional) knapp werden. Das Christentum kann mittelfristig nur darüber wirken, indem es eine attraktive Gegenöffentlichkeit zu einer zunehmend flacheren, geistloseren, stupideren, materialistischeren Gesellschaft darstellt.
    Ich hoffe sehr, ich liege falsch, aber es sieht mir nicht danach aus.

    Langfristig - da wird es dann übrigens wieder spannend.

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    1. Lieber "critical friend",
      da sind wir uns tatsächlich ziemlich weitgehend einig. Besonders was das Stichwort "attraktive Gegenöffentlichkeit" angeht - auf diese Formulierung wäre ich so nicht gekommen, aber genau darum geht es mir.

      (Und ein Extra-Dankeschön für die Erwähnung von "Qigong *hust" ;) )

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    2. Naja, das lag nahe - seitdem ich Ihren Qigong-Artikel gelesen habe, fällt mir doch wirklich in jedem kirchlichen Ankündigungsblatt, jedem Kongress oder Lehrgang das obligatorische Qigong-Angebot auf.
      Was ich noch vergessen habe: es wird zunehmend schwieriger werden, über religiöse Inhalte ("story") Menschen anzusprechen. Den meisten fehlt dazu mittlerweile jeglicher Bezug und Kontext. Karen Armstrong, die ich sehr schätze, meint aber, die starke Beschäftigung mit Glaubensinhalten im Sinne von "story" sei relativ neu; ganz klassisch leben Religionen und auch religiöse Außenwirkung vom TUN. Das ist ja immerhin ein Trost. (Ich kann leider nicht genau die Stelle zitieren.)

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  3. Ich melde mal einen halben Konsens zum Thema Intersexualität an - halb deswegen, weil erstens eine verfassungswidrige Entscheidung des Verfassungsgerichts *immer* ein Problem ist, auch was so Dinge wie Wahrheit betrifft. Alles hat mit allem zu tun?

    Verfassungswidrig? Ja. Natürlich nicht "im Ergebnis": hätte der *Gesetzgeber* dasselbe gesagt, wäre es in Ordnung gewesen. Verfassungswidrig ist aber auch, wenn das Verfassungsgericht sich eine Entscheidung anmaßt, die ihm nicht zusteht: daß Leute Anspruch auf ein "positiv formuliertes" Intersexualitätsmerkmal - verglichen wohlgemerkt mit einer Leerstelle beim Geschlechtseintrag, nicht mit einer Geschlechtszuweisung - haben dürfen, läßt sich nun mal beim besten Willen nicht aus dem Grundgesetz *als zwingend* herauslesen. Es besteht kein Verfassungsanspruch auf Streicheleinheiten durch die Verwaltung. Und *nur* wo sich etwas als zwingend aus dem Grundgesetz herauslesen läßt, darf das Verfassungsgericht am Gesetzgeber vorbei entscheiden.

    Der zweite Grund für den nur halben Konsens ist, daß eben gerade diese Unterscheidung von "Leerstelle" vs. "positiv formuliert" sich im Klang eben *doch* sehr an die Forderungen aus der Transgender-Ecke anhört. Die Forderung danach, nicht als ein Männlein oder Weiblein eingetragen zu werden, wenn man das nicht ist, ist verständlich und wurde vor ein paar Jahren ja (wenn ich in dem Zusammenhang richtig informiert wurde) auch vom Verfassungsgericht bejaht; die Forderung, daß das "auf positiv klingende Weise" geschieht - hä, wer genau stellt solcherart Forderungen nochmal?

    Zum Thema Ladenöffnungszeiten melde ich hingegen (nicht unerwartet, vermute ich) Dissens an.

    Zur Begründung könnte man einiges ausführen, ich sage aber erstmal nur drei Sachen:

    1. Was als "Boykottaufruf" herüberkommt, ist sachlich betrachtet nur die notwendige Überlegung, inwieweit man sich am verkaufsoffenen Adventssonntag *durch eigenes Einkaufen beteiligt*; mithin eine Frage der strikt inner-christlichen persönlichen Moral.

    2. Der öffentliche Raum ist *eben schon* unser Haus.

    3. Ich vergewaltige mal ein Zitat von Michael Ende ein bißchen, bei dem es eigentlich um etwas anderes geht

    Don Quijote wird von den Klugen verlacht [...];
    wie recht er doch hat!

    Seit wann haben wir damit aufgehört, daß uns die Realität bei Bedarf einen Scheiß interessiert?

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    1. Anmerkung zum verkaufsoffenen Sonntag:

      Bei der Debatte geht ein wenig unter, daß es hier um die Ebene des Landesrechts geht.

      Wenn meine Information nicht falsch ist, findet ein (gewöhnlicher) verkaufsoffener Sonntag am 24.12. in Bayern nicht statt. Was mich, das gebe ich gern zu, das ganze Thema etwas gelassener betrachten läßt.

      (For the record: Wenn in einem Land, in dem Heilig-Drei-König kein Feiertag ist, jemand zu mir herginge und mich frage: "Du kannst es Dir aussuchen: willst Du den letzten Adventssonntag verkaufsfrei oder willst Du an Heiligdreikönig einen (verkaufsfreien) Feiertag?", dann würde ich selbstverständlich ohne Zögern das letztere wählen.

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  4. Und der viel grundlegendere Kommentar:

    müssen tun wir gar nichts.

    Okay, außer sterben. Und außer das Böse meiden und das Gute tun.

    Aber sonst müssen wir gar nichts.

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  5. Ich finde die Argumentation, dass, weil wir nicht mehr tonangebend in der Gesellschaft sind, wir alle Versuche zur Christianisierung des Abendlandes gefälligst zu lassen haben, weil alles andere nur nostalgisches Mimimi ist, unlogisch.

    Vor allem, da es in diesem Fall ja, wie schon von anderen hier gesagt wurde, darum geht, dass Menschen an einem doch noch irgendwie von der Mehrheit der Bevölkerung als Festtag begangenem Tag zusätzlich arbeiten müssten - und da stehen wir paar Fundi-Katholiken übrigens mit unserer Meinung ausnahmsweise mal alles andere als alleine da, ganz anders als bei irgendwelchen Schoko-Zipfelmännern. Die antikapitalistische Argumentation reicht hier für die meisten Leute schon aus, auch ohne dass es religiös wird.

    Okay, ich habe mich oben ein bisschen polemisch ausgedrückt. Frustriertes Jammern bringt auch meistens wenig, okay. Aber das Beispiel mit dem verkaufsoffenen Sonntag passt hier eben nicht. Das ist gerade etwas, wo christliche Traditionen vielen noch einsichtig sind.

    Übrigens kommt mir die Benedict Option viel alarmistischer und "Untergang-des-Abendlandes"-mäßiger vor als Gejammer über mangelnde Rücksicht auf Feiertage. Wir sind keine Mehrheit mehr, klar, das weiß jeder. Dann leben wir halt als Minderheit so, wie wir leben wollen, und nehmen in der Gesellschaft als Ganzes unsere Rechte wahr, die wir noch kriegen, und dazu gehört auch das Maß an gesellschaftlichem Einfluss, das wir noch zusammenbringen. Andere Religionen leben auch als Minderheit, und vertreten ihren Glauben dabei sehr entschieden (ja, in manchen Dingen kann sogar der Islam ein Vorbild sein).

    - Crescentia.

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    1. Sorry, da ist mir jetzt ein bisschen ZU viel gewolltes Nichtverstehen im Spiel.

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    2. Wieso genau? Vielleicht habe ich den Artikel missverstanden, aber "Empörungs-Effizienz" macht in *diesem* Fall, bei diesem Beispiel, für mich einfach überhaupt keinen Sinn, weil christliche Feiertage eben was anderes sind als Schokonikoläuse. Die Gesellschaft ist vielleicht nicht mehr christlich, aber so unchristlich, dass es nur besondere Rücksicht auf eine kleine Minderheit wäre, wenn man den Leuten am 24.12. frei gäbe, ist sie auch nicht.

      - Crescentia.

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    3. wobei es hier weniger um den 24.12. geht, der ja immer Arbeitstag war, sondern um den Sonntag.

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  6. Tja, das neue deutsche Bürgertum muss ja jeden Scheiß aus Amerika nachaffen. Da ist das keine Überraschung, dass die ganze Transgenderthematik sich auch hier ausbreitet. Hoffentlich wird es aber nicht das gleiche Ausmaß wie dort erreichen... Die Anzahl an Leuten in meinem amerikanischen Bekanntenkreis die sich als Trans identifizieren ist, gelinde gesagt, beunruhigend.

    Aber eigentlich wollte ich nur hallo sagen. Viele andere Dreher-Leser und konservative Katholiken in Berlin gibt's wohl nicht. Ich freue mich sehr, dass ich Deinen Blog gefunden habe!

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    1. Letzteres freut mich natürlich ebenfalls!
      Daher an dieser Stelle: Herzliche Einladung zum "Dinner mit Gott" am 6.12. um 19 Uhr in Herz Jesu Tegel!

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    2. Das deutsche Bürgertum, was immer das auch ist, hat mit dem Scheiß-Bürgertum aus den USA was genau gemeinsam oder voraus? Ich frage deshalb so provokativ, weil ich heute mal wieder auf dem hiesigen Soldatenfriedhof unterwegs war. Dort liegen einige Scheiß-Amerikaner die für den Scheiß-Adolf ihr, sehr oft frisches Blut, vergossen haben. Ergo: Ich bin etwas allergisch gegen den Begriff Scheiß-Ami! Man sehe es mir nach.

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    3. Von einem Scheiß-Ami war nicht die Rede sondern von (sächlichem) "Scheiß aus Amerika". Ich erlaube mir die Bemerkung, daß das ein entscheidender Unterschied ist.

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  7. Zwischen Scheiß-Ami und Scheiß-Amerika sind die Unterschiede marginal. Aber genug davon.

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    1. Zwischen Scheiß-Ami und Scheiß-Amerika sind die Unterschiede tatsächlich marginal.

      Ach, wenn doch mit Verlaub die Leute, bevor sie irgendeinen Scheiß kritisieren, diesen erstmal lesen würden!

      Da stand nämlich "Scheiß *aus* Amerika", und da sind die Unterschiede eben gerade *nicht* marginal, sondern gigantisch.

      (Zur Erklärung wenn nötig: Ersteres hieße, Amerika sei scheiße. Letzteres heißt nur, daß es Amerika wie jedes andere Land der Welt ein Land ist, in dem Schmarrn* vorkommt, und daß in diesem Fall dieser spezifische Schmarrn* zu uns herübergewandert ist.

      Mithin steht das auf der ganz gleichen Ebene wie der, daß man - nur was mir so spontan einfällt - den englischen Scheiß, daß ein Herr Schmidt seine Frau gegenüber anderen "Frau Schmidt" und keinesfalls "meine Frau" nennen solle, bei uns *auch* nicht einführen muß.)

      [* Das Wort "Schmarrn" und das Wort "Scheiß" haben die gleiche Bedeutung.]

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  8. Sie haben ja Recht. Ich entschuldige mich für meinen Schmarrn. Vielleicht noch mit dem Hinweis, dass wir natürlich nicht jeden Schmarrn übernehmen müssen, weil er nicht aus Amerika kommt.

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