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Mittwoch, 15. Februar 2017

Verwechslung am Valentinstag

Gestern ging ich zur Frühmesse in eine kleine, etwas versteckt in einem Wohngebiet gelegene Kirche, in der ich zuvor erst einmal (nämlich an St. Nikolaus) gewesen war. Ich war ziemlich früh dran und traf am Eingang einen etwas älteren Herrn, von dem ich zunächst annahm, er wäre vielleicht der Pfarrer. Tatsächlich war er jedoch, wie sich zeigte, Küster und Ministrant -- und fragte mich, ob ich der Pfarrer wäre! Okay, in einer anderen Kirche wurde ich auch schon mal für den Organisten gehalten, aber dass ich so pastoral aussehe, hätte ich gar nicht gedacht. 

Jedenfalls verneinte ich die Frage, aber in den rund zehn Minuten, die noch vergingen, bis der tatsächliche Zelebrant auftauchte, schmunzelte ich doch ein bisschen bei der Vorstellung, ich hätte den Irrtum des Küsters nicht aufgeklärt. Aufgeflogen wäre ich aber vermutlich spätestens, wenn ich in der Sakristei Anstalten gemacht, hätte, mir ein rotes Messgewand überzuziehen. 
"Ähm, Herr Pfarrer -- heute ist weiß."
"Wieso, Valentin ist doch Märtyrer!?"
"Wir feiern heute aber nicht Valentin, sondern Cyrill und Methodius."
"Oh." 
(Bildquelle hier.)

Wieder was gelernt. 


1 Kommentar:

  1. Das Bistum Mainz hat als Eigenfeier den Nichtgebotenen Gedenktag (g) des hl. Valentin am 14.02. Das Fest (F) von Cyrill & Methodius wird gemäß einem Schreiben der Kongregation für die Sakramente und den Gottesdienst vom 18.01.1981 bestimmt: „Wo die heiligen Brüder gemäß der Norm des partikularen Rechts an einem anderen Tag oder in einer anderen Einstufung ordnungsgemäß gefeiert werden, werden sie auch künftig am gleichen Tag und in derselben Einstufung wie vorher gefeiert“ auf ein nicht gebotenen Gedenktag (g) "degradiert", so daß man Wahlfreiheit hat. In der Erzdiözese Berlin scheint es keine solche Praxis zu geben.

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