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Samstag, 23. Mai 2015

Fragt mich was Schwierigeres!

Neulich war ja "Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie", und natürlich waren die Sozialen Netzwerke voll davon. Als Christ, oder zumindest als "christlicher Fundi", steht man bei diesem Thema ja unter einem gewissen Generalverdacht, daher ging ich innerlich instinktiv in Deckung, obwohl ich persönlich durchaus keine Feindseligkeit gegen homosexuell empfindende Menschen hege. Andere reagierten anders: Besonders auf Twitter schickten einige meiner virtuellen Bekannten, deren Twittertätigkeit i.d.R. stark von christlichem Content geprägt ist, zur Feier des Tages überschwängliche Solidaritätsadressen an die LGBTTIQ-Community über den elektronischen Äther. Dies als "vorauseilenden Gehorsam" zu bezeichnen, hieße die Ernsthaftigkeit dieser Stellungnahmen in Zweifel zu ziehen, und das will ich mir nicht anmaßen. Aber wie dem auch sei, mich berührten diese Statements etwas zwiespältig. Es wurde auch versucht, das Thema in das tägliche Twitter-Abendgebet #Twomplet hineinzutragen, aber die für diesen Abend zuständige Vorbeterin blockte das ab.

Übrigens war gleichzeitig auch Welt-Hypertonie-Tag, und das entsprach zunehmend meiner Stimmung. Homophobie und Hypertonie, das passt ja schon rein lautlich prima zusammen - genauso gut wie Buch und Bier, die sich den 23.04. teilen. Den Höhepunkt erreichte meine Genervtheit, als ich in meinem üblichen Lokal ein gemütliches Feierabendbier zu mir nehmen wollte und neben mir eine kleine Gruppe von Studenten und -innen Platz nahm: Wie sich zeigte, waren die jungen Leute an der Uni und wohl auch außerhalb derselben politisch engagiert, und zwar schwerpunktmäßig im Bereich Queer- und Gender-Politik. Und nun diskutierten sie unermüdlich und bemerkenswert ironiefrei über Aspekte bzw. Konzepte von queerness, über gendergerechte Sprache, Polyamorismus und die beklagenswerte Rückständigkeit mancher ihrer Kommiliton*x, selbst solcher, die sich selbst als feministisch betrachteten; an einer Stelle fiel - immerhin - die beachtliche Aussage, es sei ja "an sich nichts Schlimmes", wenn jemand hetero sei und eine monogame Beziehung führe.

Ich widerstand meinen Fluchtreflexen und trank mein Bier, und dann kam ich doch tatsächlich, wenn auch etwas widerstrebend, mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch. Als ich unvorsichtigerweise erwähnte, dass ich blogge, fragte mich eine der Damen, was ich denn so blogge.
"Das willst du gar nicht wissen", erwiderte ich lächelnd.
"Doch", beharrte meine Gesprächspartnerin, "ich frage dich doch."
Auf mein Bekenntnis hin, ich betriebe "so einen Hardcore-Katholen-Blog", wurde ich bestaunt wie ein exotisches Tier im Zoo. Nun gut, das ist mir in meiner Kneipenapostolats-Praxis nicht unbedingt neu. Einer der Jungs fragte mich, ob ich denn ("wenigstens", setzte ich in Gedanken dazu) zu denen gehöre, die sich dafür einsetzen, dass die Kirche "moderner" werde. "Nein, ganz im Gegenteil", erwiderte ich, fügte dann aber hinzu: "Reformbedarf gibt es natürlich immer, und gerade zur Zeit und gerade in Deutschland sehe ich sogar ganz erheblichen Reformbedarf. Aber meine Vorstellungen gehen da nicht gerade in eine Richtung, die man als 'Modernisierung' bezeichnen würde."
Die Dame, die mich zuerst angesprochen hatte, wollte es nun genau wissen und fragte mich, wie denn meine Einstellung zum Thema Homosexualität sei. Na gut, das war ja klar, dass die Frage kommen würde. Noch vor ein paar Jahren wäre es vielleicht die Pille gewesen, oder Kondome, oder Frauenordination oder Zölibat, aber inzwischen ist "Homophobie" ja zur unbestrittenen Nr. 1 unter den Gedankenverbrechen avanciert, und außerdem war es ja gerade das Thema des Tages. Ich verwies auf die einschlägigen Aussagen des Katechismus (Art. 2357ff.) und fügte hinzu, ich persönlich fände das Thema eigentlich gar nicht so furchtbar interessant bzw. relevant. Damit stieß ich auf Unverständnis.

Was also meinte ich damit? -- Wie schon mehrfach ausgeführt, finde ich es ja im Allgemeinen gut, wenn das Bekenntnis, ich sei gläubiger Katholik, Fragen nach sich zieht. Wenn diese Fragen sich dann aber sofort auf Einzelaspekte der kirchlichen Sittenlehre beziehen - ob das nun Homosexualität, Verhütung, außerehelicher Geschlechtsverkehr oder was auch immer ist -, dann habe ich oft das Gefühl, da versucht jemand das Wollknäuel vom falschen Ende her abzuwickeln. Ich meine, es ist ja nicht so, dass man sich seinen Glauben aus dem Katalog bestellt und dass ich es bei meiner Bestellung dusseligerweise versäumt hätte, bei "nur Produkte, die vorbehaltlose Akzeptanz und Wertschätzung unterschiedlicher Lebensformen und -entwürfe enthalten" einen Haken zu setzen. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die sich ihr religiöses Bekenntnis nach solchen Kriterien "aussuchen", aber das verdient dann für mein Verständnis nicht die Bezeichnung "Glauben". -- Mir ist zwar klar, dass man sich nicht aussuchen kann, was für Fragen an einen herangetragen werden, aber im Grunde fände ich es sinnvoller, wenn Menschen, die Fragen zu meinem Glauben haben, erst mal mit dem Grundsätzlichen anfangen würden. Wenn sie also nach dem Glauben an Gott fragen würden, und zwar an den ganz konkreten Gott, der sich Mose und den Propheten des Alten Bundes offenbart hat, was ja schon mal etwas ganz Anderes ist als etwa der Glaube an irgendeine höhere Macht im Universum, die man in Ermangelung eines besseren Begriffs "Gott" nennt. Sodann könnte man über den Glauben daran sprechen, dass dieser Gott in Gestalt der konkreten historischen Person Jesus aus Nazaret Mensch geworden ist. Den Glauben also, dass dieser Jesus nicht einfach ein vorbildlicher Mensch und großer Lehrer mit einer großartigen message gewesen ist, sondern Gottes lebendiges Wort. Und dass dieser Jesus durch Seinen Tod am Kreuz die Sünden der ganzen Welt gesühnt hat. (An dieser Stelle könnte man dann auch mal versuchen, sich über den Begriff "Sünde" zu verständigen. Das wäre für die Auseinandersetzung mit ethischen Einzelfragen sicherlich hilfreich.) Man könnte über den Glauben sprechen, dass Jesus auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist und wiederkommen wird in Herrlichkeit. Und dass Er selbst die Kirche gestiftet hat und ihr den Beistand des Heiligen Geistes zugesagt hat, und das bis ans Ende der Zeiten. Wer bis zu diesem Punkt der Diskussion bereits zu der Überzeugung gelangt ist, jemand, der das alles glaubt, könne ja wohl nicht ganz dicht sein, wird vermutlich umso leichter mit gewissen Meinungsverschiedenheiten in ethischen Einzelfragen leben können. Aber das muss ja nicht das Ergebnis der Diskussion sein. Hat man sich erst einmal über die oben genannten Basics des christlichen - und, wo es das Kirchenverständnis betrifft, speziell des katholischen - Glaubens verständigt, dann hat man zumindest mal eine bessere Grundlage, um in der Folge das Menschenbild und damit einhergehend die ethischen Maßstäbe näher ins Auge zu fassen, die die Kirche vertritt. Und dann kommt man vielleicht irgendwann bei den "heißen Themen" aus dem Bereich der Sexualmoral an. Der nichtgläubige Gesprächspartner mag den kirchlichen Standpunkt zu diesen Fragen dann immer noch genauso falsch finden wie vorher, aber immerhin kann er ihn dann besser einordnen.

Ich weiß, es ist viel verlangt, dass eine Glaubensdiskussion so ablaufen sollte. Gerade in einer Kneipe. Das ist schließlich alles ganz schön anstrengend und erfordert Zeit und geistige Wachheit. Aber auch wenn das Gespräch vielleicht nicht ganz mit der wunschgemäßen Systematik abläuft, ist es zuweilen doch erstaunlich, was für Gespräche bei 'nem Bier am Tresen möglich sind, Erst gestern hatte ich mal wieder so eins. Es ging los mit Tierschutz und Klimawandel, und irgendwann fiel dann seitens meines Bekannten die etwas flapsig hingeworfene Frage: "Was steht denn dazu in eurem Buch?" Und ehe ich mich's versah, waren wir mittendrin in einer gut einstündigen Diskussion über das Spannungsverhältnis von göttlicher Allmacht und menschlicher Willensfreiheit, über Gut und Böse, Naturrecht, Gewissen und Theodizee. Die Diskussion brach zwar aus Zeitgründen mehr oder weniger ergebnislos ab, aber das lässt sich ja mal fortsetzen. Und ich möchte behaupten, dass so ein Gespräch für beide Seiten interessanter und ergiebiger ist als jede Auseinandersetzung darüber, ob die Kirche in diesem oder jenem Punkt ihrer Lehre nicht "zeitgemäßer werden" oder "im 21. Jahrhundert ankommen" müsse...

Kommentare:

  1. Amen!
    OT Hättest Du nicht Lust mal eine andere Farbkombination zu verwenden, ich sehe nach dem Lesen auf Deinem Blog dann immer so komische Flecken und Streifen, aber der Augenarzt konnte nichts finden... ;-)
    Gesegnete Pfingsten!

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  2. Ja, das sehe ich auch so. Ich denke, wer wirklich am Glauben interessiert ist, wird auch erstmal nach den Basics fragen. Mit meinem schwulen Judenfreund spreche ich seit Jahren immer wieder über Gott und den Glauben und die Kirche - zuletzt am Mittwoch -, und er hat mich bisher noch kein einziges Mal gefragt, was ich denn als Katholik über Homosexualität denke.

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  3. Ich stimme Bellfrell zu. Sowohl mit dem Amen als auch mit dem Rest.

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  4. Erstmal ein großes Kompliment für Dein Kneipenapostolat, lieber Tobias! Zumal Du eine klare pastorale Linie durchhältst - und das mitten in der Volxküche! ;-)

    Du hast völlig Recht: Man kann die Antwort der Kirche auf Einzelfragen nicht verstehen, wenn man nicht weiß, von welchen Voraussetzungen sie dabei ausgeht. Wer nur die letzte Meile mitgehen will, der versteht nicht, wieso diese für einen Katholiken mühsam sein kann, weil dieser bereits einen Marathon in den Beinen hat.

    Das Problem ist nur, dass Grundvoraussetzungen (etwa zum Menschenbild) nicht mehr geteilt werden, so dasss sich das Unverständnis nur verlagert (von der Sexualmoral auf die Ethik und von dort auf die Anthropologie). Bloß hätte man dann eine Grundsatzdebatte, die zeigen würde, dass und wie man von der gewählten Prämisse zu den jeweiligen Schlussfolgerungen kommt.

    So wäre zumindest ein Verständnis der Denkrichtung nach möglich, wenn man denn sich gegenseitig zubilligt, stringent und konsequent folgern zu dürfen. Also, es könnte verstanden werden, dass ein Katholik aus anthropologischen und allgemeinen moralischen Überlegungen heraus die Ehe von Mann und Frau für den geeigneten Ort der sexuellen Begegnung hält - und nicht, um den Rest der Welt zu gängeln oder weil er im Nebenberuf "homophob" ist.

    Zudem würde deutlich werden, dass in anderen (unter Umständen auch [noch!] relevanteren) Fragen das christliche Menschenbild sehr wohl wertvolle, ja, unverzichtbare Konsequenzen hat (zum Beispiel den Gedanken der absoluten Würde), die mit anderen Menschenbildern gleichsam zur Disposition stehen. Ich finde es in diesem Zusammenhang hochinteressant, dass die Anti-"Marsch für das Leben"-Fraktion so vehement gegen Peter Singer mobilisiert. Nur kommt deren Protest anthropologisch und ethisch aus dem Nichts. Sie sind zufällig auf unserer Seite, vermutlich wegen "Nazi ist schlimmer als katholisch" oder so. Den entscheidenden Punkt haben sie nicht verstanden: Das menschliche Leben hat absolute Würde. Und das heißt eben: immer - vor oder nach der Geburt, vor oder nach einer Erkrankung.

    Dennoch ist das ein Punkt, an dem man vielleicht mehr Verständnis für den Lebensschutz wecken könnte (so wie es m.M.n. umgekehrt nötig ist, die ökologische Dimension in die Lebensschutzethik einzutragen - nicht, weil Klimawandel gerade in Mode ist, sondern aus schöpfungstheologischen Gründen).

    Naja, das dazu.

    Venceremos!

    Josef

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  5. Zitat: "Ich verwies auf die einschlägigen Aussagen des Katechismus (Art. 2357ff.) und fügte hinzu, ich persönlich fände das Thema eigentlich gar nicht so furchtbar interessant bzw. relevant. Damit stieß ich auf Unverständnis." Mich wundert da etwas, dass Sie vom Unverständnis überrascht sind. Im Gespräch ging es ja nun einmal um Homophobie und die einschlägigen Aussagen im KKK sind eindeutig homophob. Auch wenn da von "Respekt und Takt" gefaselt wird ist die grundsätzliche Aussage doch eindeutig: Beziehungen Homosexueller sind auf keine Fall zu billigen. Wie das mit dem Konzept der allgemeinen Menschenwürde und den umfassenden Menschenrechten in Einklang zu bringen ist müssen Sie mir erst mal erklären. In anderen kirchlichen Schriften geht es sogar noch weiter, da werden homosexuelle Beziehungen als "etwas Böses" und als "Greuel" bezeichnet. Wenn das heute in katholischer Religionslehrer einem bei einem Homo-Paar lebenden Kind sagen würde, dann würde er sich - völlig zurecht - strafbar machen. Also doch nicht so schlecht, dass es eine wache Zivilgesellschaft gibt, die euch die Finger schaut.

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    1. So wirklich verstanden haben Sie den Artikel aber nicht, was? Ich schlage vor, Sie lesen ihn nochmal.

      P.S.: Ihre Einschätzung, die Aussagen des Katechismus zur Homosexualität seien "eindeutig homophob", würde ich abstrus finden, wenn ich nicht mittlerweile daran gewohnt wäre, dass "Homophobie" landauf, landab als beliebig ausdehnbarer Totschlagbegriff eingesetzt wird (vgl. die Causa "Westfalenblatt"). Genau das nervt mich so an dieser Debatte.

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  6. Doch habe ich, wenn ich auch zugeben muss, dass es mir schwer viel. Zu langatmig, dabei zu wenig Inhalt und zu gekünstelt auf "komisch" getrimmt. Aber das ist Ihre Sache, ist ja auch Ihr Blog. Klar war das Thema "pro und contra Homosexualität" hier nicht das Thema, es ging wohl eher um die derzeit schwelende ZDK Debatte und die Frage ob und wie sich die Kirche an eine veränderte Wertordnung der Gesellschaft anpassen soll und letztlich um die ontologische Herleitung der katholischen Sexualmoral aus den Begriff der "umfassenden Menschenwürde". Und genau da erfolgte mein Ausstieg. Und offensichtlich auch jener der Mehrheit der Christen in einem erzkatholischen Land wie Irland. Aber vielleicht können Sie es mir ja in einfachen Sätzen erklären, warum es mit der "Würde des Menschen" nicht vereinbar sein soll eine homosexuelle Partnerschaft zu führen.

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    1. Ich schätze, wir gehen von zu unterschiedlichen Voraussetzungen aus, als dass das in ein paar "einfachen Sätzen" möglich wäre. Genau das habe ich bereits in meinem Artikel auszuführen versucht - insofern glaube ich noch immer nicht so recht, dass Sie ihn verstanden haben. Vielleicht, weil Sie zu beschäftigt damit sind, eine i.w.S. "politische" Agenda hineinzuinterpretieren (Stichwort "schwelende ZdK-Debatte"). Ich würde vorschlagen, das unfruchtbare Aneinandervorbeireden an dieser Stelle zu beenden - und wünsche Ihnen ein segensreiches Pfingstfest.

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  7. In einem gebe ich Ihnen aber wieder recht. "Homophobie" wird wirklich oft als Totschlagargument gebraucht. Mancherorts gilt man heute ja schon als "homophob" wenn man "schwule Drecksau" sagt. Wie soll man da noch seinen christlichen Glauben leben?

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  8. In mir konkurrieren gerade mehrere Antwortideen (das ist bei mir normal, kleiner Gendefekt ;-)
    1. Das besagte Kneipengesprächspartner nach dem Homo-Thema fragen liegt meiner Meinung nach daran, dass sie sich dabei auf ihrem Terrain bewegen und außerdem so etwas wie "die Kirche versteht uns nicht" an den Tisch bringen. Bei einem "wir verstehen die Kirche nicht" anzufangen wäre auch möglich aber der Wunsch, das Fragen der Leute sei durch "wir wollen die Kirche verstehen" oder nur "wir wollen verstehen warum die Kirche uns nicht versteht" motiviert. - Das ist das, was meine Mutter "einen fromen Wunsch" nennen würde; was da wo ich herkomme eine Bezeichnung für einen naiv-schönfärberischen Milchmädchenrechnung-mäßigen Wunsch ist.
    2. Richard, ich habe noch nie einen Christen "schwule Dracksau" sagen hören, nun ja, ich weiß dennoch, dass es solch miese Leute unter Christen genau so oft gibt wie in jeder anderen Gruppe. Mies nenne ich, jemanden, der anders denkt, fühlt und handelt als man selbst für richtig hält und/oder verstehen kann nur deshalb zu verunglimpfen (sei es mit Ausdrücken oder wie auch immer). Leider sind Sie es, der in seinem Post genau dies tut, denn sie unterstellen hier erstens, dass der Verfasser des Blog Artikels sich gegenüber Homosexuellen solcher Ausdrücke bedienen würde und zweitens, dass Christen generell fänden, es gehöre zum Guten Ton, Homosexuelle zu beschimpfen. Es ist wahrscheinlich, dass es Menschen gibt, die sich selbst Christen nennen und auf die diese Vorwürfe zutreffen. Jedoch kenne ich Gott sei Dank keine solchen.
    3. Zum Thema "pro und contra Homosexualität" eine Portion meines Senfes:
    Soweit ich die katholische Lehre verstanden habe gehört Sexualität nach katholischem verständnis prinzipiell in die Ehe.
    Die Ausübung jeglicher nicht ehelicher Formen von Sexualität wird demnach abgelehnt, wobei es sekundär ist ob es sich dabei um homosexuelle oder heterosexuelle Formen handelt.
    Nach christlicher Logik ist es falsch, einen Menschen wegen einer schlechten Neigung abzulehnen - dem folgt auch der katholische Katechismus wenn er klar sagt, dass Homosexuelle zu respektieren sind. Das einzige was als falsch eingeordnet wird ist die Ausübung der homosexuellen Neigung, nicht aber die Neigung selbst. Und damit sind Homosexuelle viel weniger diskriminiert als sie denken, denn die Ausübung einer heterosexuellen Neigung wird auch nur dann nicht als falsch eingeordnet, wenn sie zwischen Ehepartnern stattfindet.
    4. Mir war noch mehr eingefallen aber ich finde es war jetzt genug und wenn man sich schon selbst auf die Nerven geht soll man die Klappe halten ;-)

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