Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Dienstag, 17. Juli 2018

Wie viel Gemeinschaft darf's denn sein?

Unlängst gab es in den US-amerikanischen Medien einigen Wirbel um die Richterin Amy Coney Barrett, die als mögliche Nachfolgerin des in den Ruhestand gegangenen Anthony Kennedy am Obersten Gerichtshof gehandelt wurde. Die gläubige Katholikin und siebenfache Mutter (5 leibliche, 2 adoptierte Kinder) war erst im vergangenen Jahr zur Bundesrichterin an einem Berufungsgericht ernannt worden, und die für diese Ernennung notwendige Anhörung vor dem Justizausschuss des US-Senats hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Senatorin Dianne Feinstein dabei suggeriert hatte, Barretts katholischer Glaube stelle ihre Eignung für dieses Richteramt infrage. Beobachter sahen darin ein Anzeichen für das Fortwirken eines in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft geradezu traditionellen Antikatholizismus; der von Senatorin Feinstein bei der Anhörung geäußerte Satz "The dogma lives loudly within you" wurde geradezu sprichwörtlich (und in katholischen Kreisen zu einem beliebten T-Shirt-Aufdruck). Die Spekulationen über eine mögliche Berufung Barretts an den Obersten Gerichtshof - die dann aber doch nicht erfolgte - führten nun zu einem erneuten Hochkochen von Ressentiments im Zusammenhang mit ihrer Religionszugehörigkeit: Es kursierten Gerüchte, die Richterin sei nicht einfach nur katholisch, sondern gehöre einer "Sekte" innerhalb der katholischen Kirche an. Tatsächlich handelt es sich bei dieser sogenannten "Sekte" um eine in den 1970er-Jahren gegründete charismatisch-katholische Kommunität namens "People of Praise"; Berichte darüber, um was für eine Art von Gemeinschaft es sich dabei tatsächlich handelt, erschienen u.a. auf der Website der Catholic News Agency, im vom Jesuitenorden herausgegebenen America Magazine, aber auch im Wall Street Journal und sogar auf der ausgeprägt linksliberalen Nachrichtenwebsite Slate. In der Zusammenschau ergeben diese Berichte ein sehr interessantes Bild -- und erinnern mich daran, dass Bloggerkollegin Crescentia schon vor einiger Zeit einen Artikel über eine andere, ebenfalls in den 1970ern gegründete charismatische Kommunität, die Alleluia Community in Augusta, Georgia, veröffentlicht hat, auf den ich eigentlich schon längst mal hatte eingehen wollen. Anlass für Crescentias Artikel war nämlich der Umstand gewesen, dass die Alleluia Community in Rod Drehers "Benedikt-Option" zweimal beiläufig als Positivbeispiel für intensives christliches Gemeinschaftsleben erwähnt wird. Und just am Abend vor dem Erscheinen dieses Blogartikels war ich mal wieder beim Kreis junger Erwachsener des Pastoralen Raums Friedrichshain-Lichtenberg gewesen, wo es an diesem Abend eine Diskussion über den in Berlin recht präsenten Neokatechumenalen Weg gab. Irgendwie, so scheint mir, drehte es sich in all diesen Fällen immer wieder um dieselben Fragen. Was macht christliches Gemeinschaftsleben aus, wann und inwieweit ist es etwas Gutes, und ab welchem Grad an Intensität wird es creepy und fanatisch?

Symbolbild, Quelle: Pixabay 

Das ist jetzt eine Menge Holz. Wo fange ich an? Am besten vielleicht bei der Diskussion, bei der ich live dabei war. Der Kaplan, der den Kreis junger Erwachsener leitet, hatte ein sehr nettes Ehepaar eingeladen, um das vom Neokatechumenalen Weg betriebene Neuevangelisierungs-Modell "Missio ad gentes" vorzustellen. So wirklich anschaulich wurde dieses Projekt aus den Schilderungen der Eheleute für mein Empfinden allerdings nicht; sie betonten, Vieles sei noch dabei, sich zu entwickeln, und sie wüssten selbst noch nicht so genau, wo das Ganze hingeht. Grundsätzlich habe ich für solche Aussagen großes Verständnis und denke, eine solche Offenheit dafür, den Dingen ihren Lauf zu lassen, kann durchaus etwas Gutes sein; ein bisschen konkreter hätte ich's aber schon gern gehabt -- ähnlich wie auch Bloggerkollegin Crescentia in ihrem Artikel über die Alleluia Community wiederholt kritisiert, die Selbstaussagen der Gemeinschaftsmitglieder klängen oft vage und unkonkret. 

Die Diskussion im Kreis junger Erwachsener verlief denn auch zunächst eher unspektakulär -- bis ein Teilnehmer darauf verwies, dass es ja auch innerkirchlich durchaus kritische Stimmen über den Neokatechumenalen Weg gebe, und einige der in diesem Zusammenhang oft geäußerten Kritikpunkte in den Raum warf. Daraufhin sah es erst einmal so aus, als wolle ihm niemand auf seine Fragen Antwort geben -- und was das angeht, halte ich es mit Crescentia: "Es kommt mir seltsam vor, wenn jemand nicht für genauere Erklärungen zu seiner Organisation zu haben ist." Andererseits kann ich zum Teil auch nachvollziehen, dass selbst in der Sache eigentlich "neutrale" Anwesende die kritischen Anfragen des jungen Mannes, und insbesondere die Art und Weise, wie er diese vorbrachte, als etwas unverschämt empfanden. Jedenfalls schien daraus implizit die Auffassung zu sprechen, bei innerkirchlichen Gruppen, die ein intensiveres Glaubensleben führen als der Durchschnittskatholik von nebenan, könne es sich ja nur um gefährliche Fanatiker handeln. Solche Ansichten kennt man ja auch aus der Presse. Wobei ich es immer besonders interessant finde, was derartige Vorhaltungen ex negativo über das Bild vom "normalen" Katholiken aussagen. 

Besonders bezeichnend fand ich in diesem Zusammenhang die Frage, wie viel Zeit die Neokatechumenalen denn wohl so pro Woche für die Gemeinschaft aufwendeten. Die Antwort fiel wieder einmal vage aus, aber ich sagte ja gerade, dass es die Frage war, die ich bezeichnend fand. Die zielte nämlich erkennbar darauf ab, ob denn da noch genügend Zeit für andere Dinge übrig bliebe. Mit anderen Worten, aus der Art der Fragestellung schien die Auffassung zu sprechen, religiöses Gemeinschaftsleben könne oder dürfe nicht mehr sein als ein Hobby -- oder sogar (da es ja durchaus Leute gibt, für die ihr Hobby der wichtigste Bestandteil ihres täglichen Lebens ist, woran auch kaum jemand Anstoß nimmt) nur ein Nebenjob. Jedenfalls nicht das eigentliche Leben. Tatsächlich machten die Missio ad gentes-Leute aber auch gar nicht den Eindruck, dass ihr Gemeinschaftsprojekt ihr gesamtes tägliches Leben dominiert. Ich fand es geradezu ein bisschen enttäuschend, dass die Familien und Einzelpersonen, aus denen die Missio besteht, nicht zusammen wohnen, nicht einmal in der Nähe voneinander, sondern sich nur zwei- bis dreimal pro Woche zu Andachten, Gebets- und Gesprächszeiten treffen. Anderen erscheint das offenbar schon ganz schön viel; so unterschiedlich sind da die Maßstäbe. Aber okay, zugegeben: Man versuche mal, in einer stinknormalen Pfarrei einen Gemeindekreis zu etablieren, der sich einmal pro Woche trifft. Die meisten potentiell Interessierten werden sagen, das sei zu oft, man habe schließlich auch noch was anderes zu tun. Alle zwei Wochen ist schon anspruchsvoll, lieber nur einmal im Monat, aber auch das nur dann, wenn nicht erwartet wird, dass man jedesmal mit dabei ist. Ohne nun die jeweiligen individuellen Gründe dafür, dass jemand "auch noch was anderes zu tun hat", geringschätzen zu wollen, möchte ich schon behaupten, das sagt etwas über Prioritäten aus. Zugespitzt formuliert: Die Zeit, die man in und mit der Kirchengemeinde verbringt, wird als etwas wahrgenommen, was von der persönlichen Lebenszeit abgeht,  also nicht zum "eigentlichen Leben" gehört. In Anlehnung an den marxistischen Begriff der "entfremdeten Arbeit" könnte man hier von "entfremdeter Kirchlichkeit" sprechen -- aber das wäre vielleicht mal ein Thema für sich.

Nun laboriere ich allerdings nicht erst seit meiner Beschäftigung mit Rod Drehers "Benedikt-Option" an der Vorstellung, idealerweise sollte eine Kirchengemeinde ein Ort sein - "Ort" hier nicht nur im physischen Sinne verstanden, also nicht nur im Sinne bestimmter "institutionell" zur Kirchengemeinde gehörenden Räumlichkeiten -, den man nicht bloß zum Gottesdienst oder allenfalls noch zu bestimmten Veranstaltungen kultureller oder geselliger Art aufsucht, sondern der einen natürlichen Lebensmittelpunkt oder jedenfalls -schwerpunkt für ihre Mitglieder bildet. In diesem Sinne klingt manches von dem, was Crescentia in ihrem Artikel über die Alleluia Community berichtet, für mich ausgesprochen ansprechend und vorbildlich.
"Wir bilden Fahrgemeinschaften und treiben zusammen Sport. Wir helfen uns gegenseitig bei Geburten und bringen Essen vorbei, wenn das Baby geboren ist. Wir helfen den Älteren und kümmern uns um die Kranken. Wir betreiben eine Schule! Wir campen zusammen und konsumieren viel zu viel mexikanisches Essen", 
wird da ein Mitglied der Gemeinschaft zitiert, und weiter heißt es,
"die Kinder könnten den ganzen Tag draußen in der Nachbarschaft herumlaufen, seien überall willkommen und könnten in den Gärten mit den Kindern der Nachbarn spielen. Wenn ein größeres Stück Arbeit ansteht, z. B. die Renovierung eines Hauses, organisiert die Gemeinschaft 'work parties', bei denen Mitglieder zusammenkommen und anpacken."  
Trotzdem ist es natürlich legitim und wohl auch notwendig, zu hinterfragen, ob in dieser Art von "intentional communities" tatsächlich alles Gold ist, was glänzt. Dass gegen solche Gemeinschaften geradezu reflexartig der Vorwurf erhoben wird, es handle sich bei ihnen um "Sekten" oder sie hätten zumindest sektenartige Strukturen oder Tendenzen, schließt nicht aus, dass an diesem Vorwurf von Fall zu Fall etwas dran sein könnte. Solche Tendenzen können unterschiedliche Formen annehmen und unterschiedliche Aspekte des Gemeinschaftslebens betreffen; zwei Aspekte scheinen mir dabei besonders hervorhebenswert, und beide haben etwas mit dem Grad der Exklusivität der Gemeinschaft zu tun -- anders ausgedrückt: damit, wie entschieden sie sich nach außen hin abgrenzt. Konkret meine ich damit:

  • Wenn eine Gemeinschaft sehr stark auf eine für sie spezifische Form von Spiritualität konzentriert ist, kann das zu fundamentalistischen Verengungen in Glaubenslehre und -praxis und womöglich sogar zur Entwicklung von Irrlehren führen. 
  • Wenn die Mitglieder einer Gemeinschaft weitgehend isoliert von sozialen Kontakten außerhalb der Gemeinschaft sind, kann dies ein psychisch-emotionales (und evtl. zusätzlich auch noch materielles) Abhängigkeitsverhältnis erzeugen. 

In ihrem Artikel über die Alleluia Community führt Crescentia gewisse Indizien für beide genannten Tendenzen an; auch in der eingangs erwähnten Debatte um die People of Praise spielten diese Themen eine Rolle, und für den Neokatechumenalen Weg gilt ähnliches.  Nicht selten wird solche Kritik von "ausgestiegenen" früheren Mitgliedern der betreffenden Gemeinschaften geäußert. Ein weiteres Beispiel, auf das ich unlängst auf Twitter stieß, betrifft eine informelle katholische Community in Hyattsville, Maryland (einer Vorstadt von Washington, D.C.), die in der "Benedikt-Option" vergleichsweise ausführlich als Positivbeispiel gewürdigt wird. Hier wirkt der Kontrast zwischen der lobenden Schilderung im Buch und dem kritischen Insider-Erfahrungsbericht besonders ernüchternd. Aber wenn man sich für community building interessiert, dann kann man es sich eben nicht ersparen, sich auch mit möglichen Schattenseiten und Fehlentwicklungen auseinanderzusetzen. Das sieht nicht zuletzt auch Rod Dreher so, der in der "Benedikt-Option" wiederholt ausdrücklich vor potentiellen Fehlentwicklungen von Gemeinschaftsprojekten warnt. "Die wohl gefährlichste Versuchung für eng gestrickte Gemeinschaften", betont er etwa,
"ist der Drang, ihre Mitglieder übermäßig zu kontrollieren und allzu streng zu bevormunden, wenn sie von einem gewissen Reinheitsstandard abweichen. Es mag schwer zu entscheiden sein, wo und wann man in jedem einzelnen Fall die Grenze ziehen sollte, aber eine Gemeinschaft, die nicht über Flexibilität verfügt, wird zerbrechen – entweder sich selbst oder ihre Mitglieder." (S. 223)
Und weiter: 
"Gemeinschaften, die aus Furcht vor Unreinheit allzu fest in sich selbst eingehüllt sind, nehmen ihren Mitgliedern die Luft zum Atmen und würgen die Freude am gemeinschaftlichen Leben ab. Ideologie ist der Feind des freudigen Gemeinschaftslebens, und die zerstörerischste aller Ideologien ist der Glaube an die Möglichkeit, ein Utopia zu erschaffen. Solschenizyn sagte, die Trennlinie zwischen Gut und Böse verlaufe durch das Herz eines jeden Menschen. Diese grundlegende Wahrheit muss von jeder christlichen Gemeinschaft beherzigt werden, damit sie demütig und gesund bleibt." (S. 224)

Gesondert eingehen möchte ich noch - wenigstens kurz - auf einen Aspekt, den Bloggerkollegin Crescentia in der Formulierung zusammenfasst, die Alleluia Community falle "in die  'Aber ich könnte ja noch mehr tun'-Falle". An dieser Stelle hat Crescentia einen Link eingebettet, der zu einem anderen Artikel ihres Blogs führt; ich kann nur empfehlen, ihn zu lesen, denn er ist zum Verständnis von Crescentias Perspektive auf das Thema "radikales Christsein" ausgesprochen aufschlussreich. Gleich eingangs weist sie darauf hin, dass Skrupulosität ein wichtiges Thema ihres Blogs sei -- 
"also eine Zwangsstörung im religiösen Bereich, die sich bei Katholiken z. B. darin äußert, dass man bei jeder Gelegenheit fürchtet, eine (schwere) Sünde begangen zu haben [...]. Eine Schwierigkeit für Skrupulanten ist es immer, zu bewerten, ob eine Tat oder eine Unterlassung, eine Äußerung oder ein Gedanke, wirklich eine Sünde war". 
Bei der sogenannten "'Aber ich könnte ja noch mehr tun'-Falle" geht es nun konkret um die Angst vor dem Sündigen durch Unterlassung. Nach der Lektüre des Artikels leuchtet es mir durchaus ein, dass religiöse Bewegungen, denen es explizit darum zu tun ist, "mehr" zu tun als das, was die Kirche als verbindliche Pflichten für jeden Gläubigen definiert, für jemanden, der zu Skrupeln neigt, zur "Falle" werden können. Nämlich weil dieser Anspruch bei den betreffenden Personen dazu führen kann, sich verpflichtet zu fühlen, immer noch mehr und noch mehr zu tun, hinter diesem Anspruch aber zwangsläufig zurückzubleiben und sich daher permanent schuldig zu fühlen. Das ist eine ernstzunehmende Gefahr, die jemand, der selbst nicht gerade zur Skrupulosität geneigt ist, leicht unterschätzen kann. Da ist also eine große Sensibilität für die spirituellen und emotionalen Bedürfnisse jedes Einzelnen gefragt. 

Erschöpfend werde ich dieses Thema hier nicht behandeln können, daher mache ich erst mal einen Punkt -- jedoch nicht ohne abschließend noch einmal auf die "Benedikt-Option" zu verweisen, in der Chris Currie, einer der Initiatoren der erwähnten Gemeinschaft in Hyattsville, mit der Aussage zitiert wird: 
"Nur Gott allein kann all die verschiedenen Faktoren überblicken, die in Deiner Gemeinschaft zu berücksichtigen sind. Du wirst nie in der Lage sein, sie alle zu beeinflussen, und es wäre schädlich, das zu versuchen […]. Sei einfach offen für das Wirken des Heiligen Geistes in Deiner Gemeinschaft, sodass Leute, die etwas beitragen können, sich frei und ermutigt fühlen, es zu tun. […] Wir müssen begreifen, dass es nicht in erster Linie unsere eigenen Vorstellungen sind, die den Dingen ihre Richtung geben. Letztendlich ist Gott der Architekt, und unsere Aufgabe ist es vor allem, mit der Gnade zu kooperieren. Letztendlich werden wir auf diesem Weg von Gott geleitet, daher müssen wir unsere eigene Fähigkeit, die Dinge zu gestalten, mit Demut betrachten." (S. 225f.)

Kommentare:

  1. Aber: Die *Haupt*punkte von Kirchlichkeit sind der Sonntagsgottesdienst und bei katholischen Familien auch das Familienleben.

    ("Die Familie muß der erste Club im Leben eines Menschen sein", Johannes Messner, "Das Naturrecht", sinngemäß.)

    Ums Genauzunehmen von wegen entfremdeter Kirchlichkeit: eigentlich tut er Christ doch *alles*, was er tut, die Sünde ausgenommen, *als* Christ und Mitglied der Kirche - und das ist nicht nur so, sondern daran zu erinnern ist auch wichtig, denn sonst meinen die Leute ja, gut kirchentreu sein heiße, immer mit den Leuten abhängen zu müssen, die in der Kirche abhängen, und das kann (gelegentlich, auf den ersten Anblick) auch mal eine nicht sehr attraktive Aussicht sein.

    AntwortenLöschen
  2. >>An dieser Stelle hat Crescentia einen Link eingebettet, der zu einem anderen Artikel ihres Blogs führt; ich kann nur empfehlen, ihn zu lesen, denn er ist zum Verständnis von Crescentias Perspektive auf das Thema "radikales Christsein" ausgesprochen aufschlussreich.

    Nimm's mir nicht übel, aber das hört sich etwas... äh... condescending an.

    Tatsächlich ist die Frage nach möglicher Verzweiflung über das Nicht-genug nämlich keine Zwangsstörung oder zumindest nicht nur, sondern nun einmal eine tatsächlich auftretende Frage.

    AntwortenLöschen
  3. Ich stimme Imrahil da zu, dass man den Grad des christlichen Engagements nicht immer daran messen kann, zu wie vielen kirchlichen Veranstaltungen einer auftaucht; vom Neokatechumenalen Weg habe ich auch gehört, dass man da manchmal nicht nur zwei bis dreimal, sondern sogar fünfmal pro Woche zu Veranstaltungen kommen soll, und das ist eben schon viel, gerade, wenn man auch noch andere Verpflichtungen hat - aber vielleicht ist das auch von Pfarrei zu Pfarrei unterschiedlich, Berliner Neokatechumenale kenne ich keine.

    Übrigens hab ich hier auch noch mal was geschrieben, was meine Perspektive vielleicht klarer macht, damit sie nicht missverstanden wird. :) https://nolitetimereweb.wordpress.com/2018/07/17/die-halten-sich-wohl-fur-besonders-fromm/

    - Crescentia.

    AntwortenLöschen