Montag, 3. Februar 2020

Kaffee & Laudes - Das Wochen-Briefing (4. Woche im Jahreskreis)

Was bisher geschah: Meine Einschätzung, ein Großteil der Woche werde ohne besonders spektakuläre Vorkommnisse verlaufen, hat sich im Wesentlichen bewahrheitet; allerdings war der betreffende Teil der Woche stark von dem mysteriösen Phänomen geprägt, dass man ständig "zu tun" hat, dabei aber kaum etwas fertig kriegt und sich hinterher selbst fragt, was man eigentlich die ganze Zeit gemacht hat. Okay, ich habe Sachen für die Tagespost und für den Pfarrbrief geschrieben, an meinem Lektürepensum gearbeitet, Gitarre geübt und mich um das Kind gekümmert, und erkältet war (und bin) ich außerdem auch noch. Die mit Abstand spannendsten Tage der Woche waren jedenfalls Donnerstag und Freitag, und das lag nicht (oder höchstens marginal) an der Eröffnung der ersten Synodalversammlung des "Schismatischen Weges" in Frankfurt. Was für eine armselige, bizarre Veranstaltung. Derweil besuchte uns am Donnerstag Vormittag eine Mitstreiterin aus der Pfarrgemeinde zu einem allgemeinen Gedanken- und Ideenaustausch, der sich über drei Stunden hinzog und allerlei interessante, in Zukunft noch vertiefungswürdige Aspekte aufwarf. Am Abend war ich, da meine Erkältung mir doch ziemlich zu schaffen machte, zunächst unschlüssig, ob ich zum "Emergency Meeting" im Baumhaus gehen sollte, entschied mich dann aber doch dafür -- und bin froh darüber. In Zukunft muss ich da öfter hin -- okay, das habe ich mir nach meinen früheren Besuchen auch schon gedacht, aber ich möchte das nun wirklich noch einmal bekräftigen. Zu erläutern, was ich am Baumhaus so toll finde und warum ich die dortige Community Networking Night als so inspirierend und motivierend erlebe, wäre eigentlich ein Thema für einen eigenständigen Artikel; vielleicht (hoffentlich) komme ich ja im Urlaub (s.u.) mal dazu. Die Absichtserklärung, dieses Veranstaltungsformat an diesem Ort zukünftig häufiger zu besuchen, setzt natürlich voraus, dass der derzeitige finanzielle Engpass, der die Einberufung eines Emergency Meetings veranlasst hat, den Baumhaus-Betreibern nicht das Genick bricht. Konkret geht es darum, die laufenden Kosten für die nächsten zwei Monate aufzubringen, und dabei handelt es sich nicht um astronomische Summen; ich sag mal so: Wenn 200 Leute, die diesen Artikel lesen, dem Baumhaus pro Nase einmalig 30 Euro spenden, ist die ganze Geschichte ausgestanden. (Spendenquittung gibt's leider nicht.) -- Am Freitag fand dann in "unserer" Kirche Herz Jesu Tegel zum zweiten Mal (nach September 2018) ein Nightfever-Special statt. Ich half beim Auf- und Abbau mit, Frau und Kind, die den Nachmittag mit einer der beiden Patentanten des Kindes verbracht hatten, fanden sich pünktlich zu Beginn der Abendmesse in der Kirche ein.  Insgesamt war es - wie Nightfever im Allgemeinen zu sein pflegt - sehr schön und berührend, wenn auch leider weniger gut besucht als beim vorigen Mal; zu einem wesentlichen Teil lag das daran, dass der diesjährige Firmkurs überwiegend durch Abwesenheit glänzte. Zwar ist lobend zu erwähnen, dass ein paar Mädels schon zum Aufbau erschienen und auch tatsächlich mit anpackten, aber wie mir später aus den Reihen des Nightfever-Teams berichtet wurde, verschwanden sie schon kurz darauf wieder -- nachdem sie sich ihre Teilnahme durch eine Unterschrift hatten quittieren lassen. Nun gut, das verweist wohl auf ein typisches Dilemma, das man nicht nur in der kirchlichen Jugendarbeit antrifft: Gerade der Versuch, eun gewisses Minimum an "freiwilliger" Beteiligung dadurch sicherzustellen, dass man Teilnahmenachweise verlangt, führt dazu, dass das ganze Interesse sich auf den Erwerb dieses Nachweises konzentriert. So ähnlich wie wenn Studenten einen bestimmten Kurs nur besuchen, weil sie "den Schein brauchen", und nicht, weil sie dort etwas lernen wollen. Been there, done that. Eine Patentlösung dafür, wie man solche Effekte vermeidet, habe ich leider auch nicht parat; aber ich denke, ich werde das mal mit den Teilnehmern meines ersten Firmkurs-Moduls diskutieren. -- Eine schöne Überraschung brachte der sonntägliche Messbesuch: Wir trafen nämlich eine Familie wieder, die wir Ende Oktober kennengelernt hatten und die, wie ich in der seinerzeitigen "Kaffee & Laudes"-Folge vermerkt habe, zu diesem Zeitpunkt gerade auf Wohnungssuche war. Und jetzt haben sie eine Wohnung im Gebiet unserer Pfarrei gefunden! Gebetserhörung: check. Bin mal gespannt, was sich aus dieser Bekanntschaft zukünftig noch ergibt.


Was ansteht: Mit einem Wort: Urlaub! Heute Vormittag mache ich mich zusammen mit Frau und Kind auf die Reise an einen geheimen Ort, wo uns (besonders zu dieser Jahreszeit) niemand vermuten würde, und kommen am Freitag spät abends zurück nach Berlin. Ich hoffe sehr, dass ich während dieses Urlaubs mal etwas mehr zum Schreiben kommen werde -- für den Blog und auch für Anderes.  Ach ja, und meine Liebste hat sich in den Kopf gesetzt, die Gitarre mitzunehmen, damit ich fleißig üben kann. Meine Fähigkeiten auf den sechs Saiten sind noch sehr unausgereift, aber ich sehe mich schon, wenn das Frühjahr kommt, mit der Gitarre auf einer Bank am Brunowplatz sitzen und Jugendliche anlocken wie weiland der Rattenfänger von Hameln. 

Infolge unseres Urlaubs fällt nicht nur unsere wöchentliche Lobpreis-Andacht in Herz Jesu einmal aus, sondern auch das "Dinner mit Gott" für diesen Monat. Was in Herz Jesu Tegel in dieser Woche auch noch ansteht, ist der Abbau der Weihnachtskrippe -- der aus praktischen Gründen in zwei Etappen vor sich gehen muss: Bereits heute werden sich einige Damen aus der Gemeinde um den Abbau der Krippenfiguren und kleinerer Dekorationsteile kümmern; für den Rückbau der größeren und sperrigeren Bauelemente werden jedoch einige kräftige Männer benötigt, und da die heute nicht zur Verfügung stehen, wurde dieser Teil der Arbeit auf Samstag verschoben. Da werde ich dann wohl auch mit von der Partie sein. -- Ich muss in diesem Zusammenhang anmerken, dass ich in den vergangenen Jahren schon ein paarmal darüber sinniert habe, ob man nicht eine kleinere, schlichtere Weihnachtskrippe gebrauchen könnte, deren Auf- und Abbau mit weniger Aufwand verbunden wäre; andere Kirchen unseres "Pastoralen Raums" haben schließlich auch nicht so ein monumentales Teil. Aber, was soll ich sagen: Meine Tochter liebt diese Krippe, und das überzeugt mich natürlich restlos. 


aktuelle Lektüre: In der zurückliegenden Woche habe ich die dritte Leseetappe meiner 100-Bücher-Challenge abgeschlossen und die vierte begonnen, aber da ich mit dem dazugehörigen Bilanz- und Ausblick-Blogartikel noch nicht fertig geworden bin, will ich mich zu diesem Thema erst mal einigermaßen bedeckt halten. Eine Feststellung möchte ich hier aber doch loswerden, nämlich dass es geradezu Fügung gewesen sein muss, dass ich ausgerechnet am Tag der Eröffnung der Synodalversammlung damit angefangen habe, "Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes" von Dietrich von Hildebrand zu lesen; denn vor diesem Hintergrund wirkt die 1967 verfasste scharfe Abrechnung des katholischen Philosophen Hildebrand mit einer sich als "zeitgemäß" und "fortschrittlich" gerierenden Theologie so aktuell wie nur je. Anders ausgedrückt: Hätte die Kirche in den letzten gut 50 Jahren Hildebrands Warnungen vor der Dekonstruktion des katholischen Glaubens im Namen eines vermeintlichen "Fortschritts" besser beherzigt, müssten wir uns heute nicht mit solchen Leuten herumärgern, wie sie die Agenda des "Schismatischen Weges" bestimmen -- Leuten, bei denen man sich, wie Hildebrand in seiner Vorrede schreibt, "des Eindrucks nicht erwehren" kann, dass sie "nicht nur ihren katholischen Glauben verloren haben, sondern nicht einmal mehr das Wesen der auf göttliche Offenbarung gegründeten Religion verstehen" (S. 9). Ein paar weitere bezeichnende Zitate aus Hildebrands Buch:
"Angesichts einer [...] Frage, bei der es allein auf die wahre Antwort ankommt, von 'konservativ' und 'fortschrittlich' zu sprechen, ist nicht nur sinnlos, sondern sogar ausgesprochen dumm. Denn jedes andere Motiv als das der Wahrheit ist ebenso unsachlich, wie wenn jemand ein Bild für schön hält, bloß weil es sein Vetter gemalt hat." (S. 18f.)  
"Jede wahre Reform aber ist eine Rückkehr zu Christus, eine Erneuerung des wahren Lebens der Kurche, das zu allen Zeiten ein und dasselbe ist." (S. 28f.) 
Ich bin mal gespannt, was da noch so alles kommt. -- Ebenfalls mit großem Vergnügen, wenngleich aufgrund gänzlich anderer Qualitäten, lese ich derzeit Thackerays "Jahrmarkt der Eitelkeit" ("Vanity Fair"). Diese beiden Bücher werde ich wohl auch in den Urlaub mitnehmen und die anderen, die in der aktuellen Leseetappe "dran" wären, auf die Zeit danach vertagen... 


Linktipps: 
In einer Diskussion auf Facebook (den Link habe ich gerade nicht parat) bemerkte die Bloggerin, Kolumnistin, Buchautorin, gefragte Vortragsrednerin und zehnfache Mutter Simcha Fisher unlängst, sie erlebe es durchaus zuweilen, dass Leute es sich explizit verbitten, von einer Frau, durch ein Kinder hat, über Familienplanung belehrt zu werden; das seien in der Regel dieselben Leute, die es vehement ablehnen, sich von zölibatär lebenden Männern in ihr Sexualleben hineinreden zu lassen. You get the point, don't you. Anno 2013 hat die gute Simcha ein Buch mit dem originellen Titel "The Sinner's Guide to Natural Family Planning" veröffentlicht, und die Leser(innen)rezensionen auf goodreads.com ergeben ein deutliches Bild: Diese Frau kennt sich aus mit NFP -- und mit den Schwierigkeiten, die damit verbunden sein können. Um die geht es auch in diesem aktuellen Artikel. Allerdings empfinde ich den zweiten Satz der Überschrift als ein bisschen irreführend: Ja, es ist durchaus von technischen Fortschritten auf dem Gebiet der natürlichen Empfängnisregelung die Rede, von neu entwickelten Produkten und Methoden, die die Zyklusbeobachtung einfacher und sicherer machen sollen, und von deren Kosten; aber der Schwerpunkt des Artikels, so wie ich ihn gelesen und verstanden habe, ist ein anderer: nämlich, was die Kirche - in ihrer institutionellen Gestalt - tun könnte, sollte oder müsste, um Frauen bzw. Paaren, die gewillt sind, die kirchliche Lehre zum Thema Empfängnisverhütung zu befolgen, dabei zu helfen, dies auch praktisch umzusetzen. Dazu muss ich zunächst einmal anmerken, dass mich schon die Fragestellung mitverwas Ähnlichem wie Neid erfüllt hat. Die Kirche in Deutschland hat ja - siehe Königsteiner Erklärung etc. - die Lehre von Humanae Vitae nie so richtig angenommen, und folgerichtig ist NFP in kirchlichen Kreisen hierzulande ein ausgesprochenes Nischenthema; mir wäre jedenfalls nicht bekannt, dass Verbände wie kfd, KDFB oder gar BDKJ Schulungen dazu in ihrem Programm hätten. Vermutlich geht man dort davon aus, dass katholische Frauen genauso selbstverständlich die Pille nehmen wie alle anderen auch, was zu einem gewissen Grad natürlich eine self-fulfilling prophecy ist. Vor diesem Hintergrund fand ich es dann doch bemerkenswert, dass in den USA "sogar" das ausgeprägt "liberalkatholische", vom Jesuitenorden herausgegebene "America"-Magazin einen Beitrag wie diesen veröffentlicht. -- Nicht der uninteressanteste Aspekt des Artikels ist der Hinweis darauf, dass das Thema "fertility awareness" - ein schöner Begriff; "awareness" ist ja heutzutage immer etwas Gutes - in der säkularen Welt durchaus im Aufwind ist (weil: gesund... natürlich... die Signale des eigenen Körpers besser verstehen lernen... im Einklang mit sich selbst und der Natur leben... und so), während die Kirche diesen Trend offenbar weitgehend verschläft. -- Als den zentralen Absatz des Artikels betrachte ich jedoch diesen: 
"Given the church’s desire for couples to practice fertility awareness based methods, you might think every parish and diocese would offer numerous, easily accessible and affordable ways to learn these methods in order to use them consistently and reliably. You would be wrong." 
Ich übersetze mal schnell und schmutzig: 
"Bedenkt man, wie sehr die Kirche will, dass Paare Methoden der Familienplanung anwenden, die auf Beobachtung der Fruchtbarkeit basieren, sollte man denken, dass jede Pfarrei und jede Diözese zahlreiche, leicht zugängliche und kostengünstige Programme anbietet, mit deren Hilfe man lernen kann, diese Methoden konsequent und verlässlich anzuwenden. Aber das wäre ein Irrtum." 
Nun gut: Ich habe ja bereits angemerkt, dass es bei der institutionellen Kirche in Deutschland offenbar schon am Wollen scheitert. Aber auch unabhängig von dieser Einschätzung finde ich die Vorstellung bzw. Forderung, jede Pfarrei solle NFP-Lehrgänge anbieten, faszinierend. Mit Blick auf "meine" Pfarrei war mein erster Gedanke, ein solches Projekt würde wohl schon daran scheitern, dass es in der Gemeinde zu wenige Frauen "im gebärfähigen Alter" gibt. Wobei das eigentlich gar nicht stimmt. Man braucht sich nur mal die Zahlen der Kindertaufen der letzten paar Jahre bei uns in der Pfarrei anzusehen, um festzustellen, dass es hier offenbar eine gar nicht so geringe Zahl junger Familien gibt. Nur kommen die irgendwie nicht in der "Kerngemeinde" an. Okay, das ist ein Problem eigener Art, aber eines, das mich permanent stark beschäftigt, also musste ich es hier auch erwähnen. 
Wie oben schon angedeutet, betrachte ich die just zu Ende gegangene erste Synodalversammlung des Schismatischen Weges als ein Thema, dem man nicht mehr Aufmerksamkeit schenken sollte als unbedingt nötig; aber ganz ignorieren kann man es ja doch nicht. Insofern trifft es sich günstig, dass  Freund Rudolf für die Catholic News Agency (CNA) in Frankfurt am Start gewesen ist und seine Eindrücke freimütig in den Sozialen Netzwerken mitgeteilt hat -- was z.T. durchaus kontrovers aufgenommen wurde: So beschwerte sich etwa ein Twitter-Nutzer,  er könne nicht verstehen, "daß jemand als Pressevertreter akkreditiert wird", der über den Synodalen Weg "mit dem Hashtag #KartoffelKatholizismus schreibt. Unterirdisch!" Rudolfs abschließender Gesamtkommentar zur ersten Synodalversammlung kommt jedoch ausgesprochen seriös und un-polemisch daher, und er enthält in übersichtlicher Form alles, was man über diese fragwürdige Veranstaltung wissen muss. Wirklich restlos alles.


Heilige der Woche: 

Heute, Montag, 3. Februar: Hl. Ansgar (ca. 801-865), Glaubensbote und Bischof. Benediktiner, ging 826 als Missionar nach Dänemark, 829/30 nach Schweden; wurde 834 von Kaiser Ludwig dem Frommen zum Erzbischof von Hamburg ernannt, widmete sich in dieser Position weiterhin dem Projekt der Christianisierung Skandinaviens. Nach der Zerstörung Hamburgs durch Wikinger im Jahr 845 wurde sein Bischofssitz nach Bremen verlegt. Bistumspatron des 1994 wiederbegründeten Erzbistums Hamburg; Kirchenpatron zahlreicher Kirchen in Norddeutschland und Dänemark. -- Hl. Blasius, Bischof und Märtyrer. Ursprünglich Arzt in der damaligen römischen Provinz Armenien,  suchte der Legende zufolge angesichts einer Christenverfolgung unter Kaiser Licinius Zuflucht in einer Höhle im Wald und lebte dort mit wilden Tieren zusammen. Auch als er Bischof von Sebaste wurde, soll er sein Bistum von dieser Einsiedelei aus geleitet haben. Etwa im Jahr 316 erlitt er das Martyrium; vor seiner Hinrichtung soll er einen zusammen mit ihm eingekerkerten Jungen geheilt haben, der sich an einer Fischgräte verschluckt hatte und zu ersticken drohte. Wird daher als Schutzpatron gegen Halskrankheiten verehrt; an seinem Gedenktag wird traditionell der Blasiussegen über zwei gekreuzte Kerzen hinweg gespendet. Da ich mit meiner kleinen Familie ja heute auf Reisen bin, müssen wir mal sehen, wo wir einen Blasiussegen herbekommen; Schutz gegen Halskrankheiten könnten wir jedenfalls gut gebrauchen... 

Dienstag, 4. Februar: Hl. Rabanus Maurus (ca. 780-865), Bischof. Wurde in der Benediktinerabtei Fulda erzogen, ab ca. 804 Lehrer an der dortigen Klosterschule, später (etwa ab 816) deren Leiter, 822 Abt von Fulda, 847 von Ludwig dem Frommen zum Erzbischof von Mainz ernannt. Umfassend gebildet, verfasste Schriften von großer thematischer Vielfalt. 

Mittwoch, 5. Februar: Hl. Agatha (ca. 225-ca. 250), Jungfrau und Märtyrerin. Über die Legende dieser populären frühchristlichen Heiligen und das mit ihr verbundene Brauchtum habe ich mich an anderer Stelle schon mal ausfürlich geäußert. 

Donnerstag, 6. Februar: Hl. Paul Miki (1565-1597) und Gefährten, Märtyrer in Nagasaki. Der in Kyoto geborene Paul Miki trat im Alter von 22 Jahren in den Jesuitenorden ein und machte sich in der Folge um die Ausbreitung des christlichen Glaubens in seinem Heimatland Japan verdient; nach dem Verbot des Christentums in Japan und dem Beginn staatlicher Christenverfolgungen wurde er in Osaka festgenommen und zusammen mit 25 anderen gefangenen Christen bei winterlicher Kälte zu Fuß und ohne Schuhe nach Nagasaki überführt, wo sie am 5. Februar 1597 öffentlich gekreuzigt wurden. 

Samstag, 8. Februar: Hl. Hieronymus Aemiliani (1486-1537), Ordensgründer. Aus venezianischer Patrizierfamilie; schlug zunächst die militärische Laufbahn ein und brachte es bis zum General, ehe er 1511 in Kriegsgefangenschaft geriet. Nach dem Ende seiner Gefangenschaft wandte er sich der Fürsorge für durch den Krieg verwaiste Kinder zu und gründete mehrere Waisenhäuser. 1518 zum Priester geweiht, gründete 1534 mit zwei anderen Priestern eine Kommunität, aus der der Orden der Somasker hervorging. Starb an der Pest. -- Hl. Josephine Bakhita (1869-1947), Jungfrau. Stammte aus der westsudanesischen Provinz Darfur, wurde im Alter von sechs oder sieben Jahren von arabischen Sklavenhändlern verschleppt, lebte daraufhin rund acht Jahre lang als Sklavin und wurde oft und schwer misshandelt. Gelangte schließlich nach Italien, wo sie als Kindermädchen beschäftigt wurde, 1890 auf eigenen Wunsch die Taufe empfing und in der Folge in den Orden der Canossianerinnen eintrat.  47 Jahre lebte sie als Klosterpförtnerin im norditalienischen Schio, wo sie sich bei der Bevölkerung hohes Ansehen erwarb; schon bald nach ihrem Tod wurden Rufe nach ihrer Heiligsprechung laut, die im Jahr 2000 durch Papst Johannes Paul II. erfolgte. Benedikt XVI. würdigte sie in seiner Enzyklika Spe Salvi (2007). 


Aus dem Stundenbuch: 

Unsere Tage zu zählen, lehre uns! *
Dann gewinnen wir ein weises Herz. (Psalm 90,12)



1 Kommentar:

  1. Diasporakatholik4. Februar 2020 um 06:40

    Das Beste was ich jemals zur Verteidigung des Zölibats gelesen habe, ist ein längerer von dem bekannten Theologen und Psychiater Manfred Lütz stammender Artikel aus dem Jahr 2011 "Der Zölibat - eine Lebensform die provoziert" , der auch auf kath.net veröffentlicht wurde: http://www.kath.net/news/30034%20

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